Fliegendes Herz

Wann hast Du das letzte Mal irgendwo gesessen und einfach nur in die Wolken geschaut? Zugesehen wie sie, verschiedene Formen bildend, an Dir vorüberzogen – leicht, weiß und so schnell vergänglich, wie sie entstanden sind.

Als Kind konntest Du stundenlang immer wieder neue Figuren entdecken und Dir Geschichten dazu ausdenken. Erinnerst Du Dich an dieses aufregende und erfüllende Gefühl?

Nimm Dir doch heute einfach mal wieder ganz viel Zeit zum Träumen: Lass Dein Herz fliegen und Deine Sinne in Führung gehen!

Pack Deine Sorgen auf eine Wolke und lass sie ziehen. Genieße statt dessen die Stille oder lache mal wieder aus vollem Halse. ‚Spinne‘ herum, was alles sein könnte und setzte Dir selbst keine Grenzen. Gönne Dir etwas.

Was kann Dir schon passieren?

Wenn Du Dich ganz auf Dich selbst einlässt, findest Du zu Deinen Wünschen und entdeckst, was Dir wahrhaft Freude macht.

“Träumen heißt:
durch den Horizont blicken.

Afrikanisches Sprichwort

Und Du wirst dort so viel mehr von dem entdecken, was Dich beflügelt.

Sei neugierig und wage es.

Da isses!

Es ist grau, da draußen. Der Wind pfeift um die Häuserecken und lädt nicht gerade zu einem Neujahrsspaziergang ein.

Dennoch: Das Feuerwerk ist lange verklungen, die Vorsätze wurde gefasst (oder auch nicht…) und es macht sich diese ganz besondere Stimmung breit, die Du fühlen, aber nicht erklären kannst.

Eine leere Seite liegt da vor Dir, wie es oft so schön heißt. Wie frisch gefallener Schnee, der alles in eine gespannte Stille taucht, gleichzeitig aber zum Betreten und Herumtoben lockt. Wie wirst Du sie und die folgenden füllen?

Versprechen liegen in der Luft. Erwartungen. Hoffnungen, die sich erfüllen mögen, Verlockungen, die Dich einladen. Und natürlich die vielen Träume, die Du dieses Jahr -endlich!- angehen willst.

Dabei ist doch gar nicht viel passiert: Du hast um Mitternacht einen Sektkorken knallen lassen, Deinen Liebsten ein gesundes & fröhliches neues Jahr gewünscht, heute morgen ausgeschlafen und dann den neuen Kalender aufgehängt.

Vielleicht hast Du wirklich sehnsüchtig darauf gewartet, dass 2017 endlich Geschichte ist. Dann hast Du es jetzt geschafft.

Doch braucht es dazu wirklich einen Jahreswechsel? Wie sehr machst Du Dich von einer Zahl auf Papier abhängig? Du hast jeden einzelnen Tag die Möglichkeit, Deine Chancen zu nutzen, mit dem Studium anzufangen, dem Rauchen aufzuhören oder dem, was auch immer bereits Begonnenen weiterzumachen.

Verabrede Dich mit der Lebensfreude, tu‘ Dir selbst einen Gefallen, blicke neugierig nach vorne und lass Dich willkommen heißen.

„Das neue Jahr sieht mich freundlich an,
und ich lasse das alte
mit seinem Sonnenschein und Wolken
ruhig hinter mir
.

Johann Wolfgang von Goethe

Adieu

Abschiede tun weh. Ganz besonders dann, wenn sie Dich unvorbereitet treffen, weil sie nicht Deinem Entschluss entspringen.

Doch wann immer etwas zu Ende geht, beginnt auch etwas Neues. Irgendwo habe ich einmal gelesen „Wenn etwas zerbricht, ist es vielleicht das Ende von etwas Falschem und der Beginn von etwas Richtigem.“

Doch auch wie die Sonnenblumen auf dem Bild verblüht sind, reifen zu deren Füßen bereits die Kürbisse und schenken dem Grau sowohl Farbe als auch neues Leben.

“Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann,
wenn sie vergeht.

Friedrich Hebbel

Verabschiede Dich deshalb dankbar und konsequent von denen, die Dich verlassen oder ausbremsen, aufhalten oder missachten und wende Dich all denen zu, die Dich beflügeln und leben lassen.

Lege Dein Augenmerk ganz bewusst auf die Menschen, die Dich umgeben wollen. Dass sie Dir gut tun merkst Du daran, dass es Dir mit ihnen gut geht.

Du musst Dich nicht verstellen, nicht versuchen, ihre Erwartungen zu erfüllen oder fremden Ansprüchen gerecht zu werden. Du darfst Du selbst sein.

Achte auf die Qualität Deiner Beziehungen.

Lebendige, leidenschaftliche und authentische Menschen sind gut für Dich! Solche, die Dich nehmen, wie Du bist – ohne Wenn und Aber.

Lass die anderen ziehen und werden Dir bewusst. mit wem Du mehr Zeit verbringen möchtest.

Und dann, tu es.

 

Entspannt ins Wochenende

Das Wochenende steht vor der Tür!

Und Du hast Dir so viel vorgenommen: Ausschlafen, Freunde treffen, den nächsten Urlaub planen, den Garten umgestalten. Wie schön!

Aber auch das, was unter der Woche liegen geblieben ist und nicht gerade einladend winkt: Waschen, Putzen, Einkaufen. Naja.

Alles gewollt oder notwendig, keine Frage. Dennoch, packe Deine Freizeit nicht zu voll und achte darauf, dass Du auch Kraft spendende Aktionen angehst, nicht nur solche, die Dir selbige rauben.

Lass das Ein oder Andere bewusst liegen und gönne Dir -mit gutem Gewissen- immer wieder kleine Auszeiten, denn

“Auch die Pause gehört zur Musik.

Dieses wunderbare Zitat von Stefan Zweig führe ich mir immer dann vor Augen, wenn ich das Gefühl habe, wieder einmal viel zu viel vor und viel zu wenig Zeit dafür zu haben (oder mir zu nehmen). Du weißt schon: Rom an einem Tag und so…

Wie wäre es also, wenn Du jetzt gleich ein paar Deiner Vorhaben ersatzlos aus dem Kalender streichst?

Danach kannst Du Dir in aller Ruhe Gedanken darüber machen, wie Du Deine Pause(n) gestaltest. Denn ausgeruht gehen Dir die Aufgaben, die übrig bleiben bestimmt viel leichter von der Hand.

Ich wette, dies wird ein sehr erholsames Wochenende 🙂 Genieße es.

Trau Dich! … die 3.

Trau Dich…

… Deine Erfolge gebührend zu feiern!

unangepasst zu sein!

… einfach mal, den Kopf in die Wolken zu stecken!

… das Jetzt zu zelebrieren – immer!

… Deine Wut rauszulassen!

… Deinen Verstand einfach mal in Urlaub zu schicken!

… auch mal faul zu sein!

Lob zu verteilen!

… Dich ganz, heißt auch Deine gegensätzlichen Seiten zu lieben!

… mal konsequent auszumisten: im Haus – und im Kopf!

… Deine Individualität zu zeigen!

… für alles dankbar zu sein, was ist!

… Dir Dein eigenes Bild zu machen!

glücklich zu sein!

… all Deine Gedanken nicht für bare Münze zu nehmen!

… doch mal, alles auf Dich zukommen zu lassen!

 

 

„Wir müssen das Leben loslassen, das wir geplant haben,
damit wir das Leben leben können, das uns erwartet.

 Joseph Campbell

Riskier‘ was

Kaum schlägst Du am Morgen die Augen auf, spielst Du schon mit der Gefahr…

Risiko!

Denkst Du jetzt an Glücksspiel, gefährliche Sportarten oder einen Aktienkauf?

Weit gefehlt! Schon unser Alltag ist von früh bis spät ein einziges Wagnis:

„Wenn du lachst, riskierst du, wie ein Narr auszusehen.
Wenn du weinst, riskierst du, sentimental zu wirken.
Wenn du liebst, riskierst du, dass deine Liebe nicht erwidert wird.
Wenn du lebst, riskierst du zu sterben.

Wenn du hoffst, riskierst du zu verzweifeln.

Wenn du etwas wagst, riskierst du zu scheitern.

Aber du musst das Risiko eingehen…

Auszug des Gedichts „Risiko“ von Burke Hedges

Wie sonst kannst Du Dich frei fühlen?
Wie hoch wäre der Preis, wenn Du abwarten, zögern, verneinen würdest?
Auf was würdest Du alles verzichten? Willst Du das wirklich?

Manchmal ist der Sprung ins kalte Wasser das Einzige, das Dir Sicherheit geben kann.

Die Sicherheit, das Du Dich auf Dich verlassen kannst. Immer.

Das Gefühl, das alles möglich ist und – dass Du lebst!

Auch wenn Dir vielleicht ein wenig bange ist…

Die Geschichte von den 5 Kugeln

Im Arbeitsleben tust Du es täglich: Prioritäten setzen. Eine tolle Methode, um wichtigen Dingen genau den Platz einzuräumen und zuzuweisen, der ihnen gebührt. Das verhindert Termin-Engpässe und Last-Minute-Arbeiten. Du hast Deinen Beruf im Griff und unterscheidest Wichtiges von Unwichtigem.

Aber warum gilt das nicht genauso für Dein Privatleben? Für Familie, Freunde, Freizeit? Wenn Du bislang in diesen Bereichen nur unbewusst priorisiert hast, lies die folgende Geschichte:

Die Geschichte von den 5 Kugeln:

Stell Dir vor, dass das Leben ein Spiel ist, in dem Du fünf Kugeln jonglierst.
Diese Kugeln heißen Arbeit, Familie Gesundheit, Freunde und Rechtschaffenheit. Und Du hältst sie alle in der Hand.

Aber eines Tages begreifst Du, dass die Arbeit ein Gummiball ist.
Wenn Du ihn fallen lässt, springt er immer wieder hoch.

Die anderen vier Kugeln Familie, Gesundheit, Freunde und Rechtschaffenheit sind aus Glas.
Wenn Du eine von diesen Kugeln fallen lässt, wird sie unwiderruflich beschädigt, zerspringt vielleicht sogar in tausend Stücke.

Und selbst, wenn sie nicht zerspringt, wird sie nie wieder so sein wie früher!

aus: Tagebuch für Nicholas

Welches Thema kam Dir beim Lesen spontan in den Sinn, um das Du Dich schon lange intensiver kümmern wolltest?

JETZT ist der richtige Zeitpunkt dafür.

Setze das, was Dir wichtig ist, ganz bewusst an die oberste Stelle.

Verteile Deine Zeit um und verabschiede Dich von Zeitfressern, die auf dieser neuen Liste keinen Platz mehr haben. Dein Körper und Deine Lieben werden es Dir danken – und auch Deine Energie wird sich fast wie von selbst vermehren.

Nicht noch einmal

Mein ganz persönliches Ritual zu Jahresbeginn ist altmodisch, aber ich liebe es: Ich gönne mir ein neues Adressbuch. Ja, eines zum Anfassen!

Und je nach Stimmung fällt es richtig edel oder super kitschig aus – in Leder gebunden oder poppig bunt. Auch Geschmäcker ändern sich… und in 12 Monaten gibt`s ja schon wieder ein Neues.

Das Auswählen und Übertragen der einzelnen Namen und Daten hat etwas Meditatives. Es will gut überlegt sein, wer „mit darf“ und beim Schreiben von Hand in ein jungfräuliches Register bin ich dann natürlich sehr kritisch, aufgewühlt, emotional berührt.

Warum nicht alle Menschen, die mich umgeben, in das aktuelle Jahresbuch umziehen dürfen?

Weiterlesen „Nicht noch einmal“

19. Türchen: Akzeptieren

Jeder hat ja so seine eigenen Wertvorstellungen. Du kennst das: Deine Ansichten darüber, wie etwas oder jemand sein sollte, zum Beispiel.

Der Realität entspricht dies vielfach nicht. Es entstehen Situationen, die Du ganz und gar nicht geplant, Menschen verhalten sich anders, als Du es Dir gewünscht hast. Und es geschehen Dinge, die Du Dir hättest niemals vorstellen können.

Mit einem Mal stehst Du im Chaos. Einem Durcheinander, von dem Du überwältigt bist und das Du am liebsten jetzt gleich wieder rückgängig machen möchtest. Du fragst Dich „Warum?“ und zweifelst an Deinen doch so gut ausgearbeiteten Plänen. Aber genau so ist das Leben: Spannend, unvorhersehbar, überraschend und mitreißend – im Guten wie im Schlechten.

Was nun? Anstatt mit dem Zustand, sei er auch noch so schlimm, zu hadern, solltest Du Dir ansehen, was da gerade ist und es dann annehmen. Was nicht bedeutet, dass Du dort stehen bleibst, wo Du bist.

Denn erst, wenn Du Dich von der Grübelei, dem Groll frei machst, hast Du die Möglichkeit, Veränderungen anzugehen! Dann hast Du auch wieder einen klaren Blick für die Möglichkeiten, die sich Dir bieten. Und es gibt sie!

“Jede konstruktive Veränderung beginnt mit der Akzeptanz dessen,
was gerade ist.

Sprichwort

Investiere Deine Kraft also lieber in die Zukunft, anstatt sie mit Schuldzuweisungen und Jammern zu vergeuden. Was nützt all die verschwendete Zeit?

12. Türchen: Frieden

Toleranz üben. Streit schlichten. Sich für Gerechtigkeit einsetzen. Konflikte gewaltfrei lösen. Hilfsbereit sein.

Es gibt so viele Wege, friedlich zu leben und etwas für ein entsprechendes Lebensumfeld zu tun. Jeder einzelne kann das! Auch ohne gleich den Friedensnobelpreis anzustreben.

Obwohl… Warum eigentlich nicht? Ist das nicht ein wunderbares Ziel?

Aber bevor Du Dich für den Weltfrieden einsetzt, schau doch erst einmal in Dich hinein. Bist Du mit Deinem Innersten in Frieden? Oder spielt sich der folgende Dialog in Dir ab:

Das Ego sagt:
“Wenn alles passt, werde ich Frieden finden.“

Der Geist sagt:
“Finde Frieden, dann passt alles.“

Marianne Williamson

Wenn… Es wird immer etwas geben, das noch erledigt, getan, vollbracht werden muss. Nicht nur jetzt in der Weihnachtszeit. Aber sei mal ehrlich: Wirst Du jemals ‚mit Allem‘ fertig? Und wer setzt die Messlatte, wann etwas „gut genug“ ist? Setzt Du Dich vielleicht selbst unter Druck und findest daher keine Ruhe?

Gerade das Unperfekte ist es doch, das unser Leben spannend und einzigartig macht. Höre daher lieber auf Deinen Geist:

Akzeptiere was ist, gehe achtsam mit Dir und anderen um, lebe jeden Moment bewusst und handle im Sinne Deiner Werte, anstatt mit Lebensumständen zu hadern, die Dir nicht gefallen.

Frieden fängt immer bei Dir selbst an.