Innere Einkehr

„Aus der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren.

Thomas Carlyle

Innere Einkehr, oft ein Synonym für Glauben, Gebet und Religion. Früher zumindest. Heute verlangt es immer mehr Menschen nach Ruhe, nach Rückzug vom Lärm ‚da draußen‘.

Wächst Dein Bedürfnis nach Stille auch mit den zunehmenden akustischen Ablenkungen sowie der Flut an Angeboten, Mails und optischer Eindrücke?

Denn mittlerweile kannst Du Dich den ganzen Tag von außen berieseln lassen, ohne selbst aktiv werden zu müssen, bis Du wie ferngesteuert nur noch re-agierst. Und auch wenn Du all die Reize bewusst gar nicht mehr wahrnimmst, Dein Unterbewusstsein nimmt sie alle mit, sammelt sie, arbeitet mit ihnen.

Dabei solltest Du selbst die Verwendung Deiner Sinne, Deiner Zeit, Deiner Gedanken und Aktionen bestimmen: Die Suche nach Deinen Wünschen und das Finden Deiner wahren Bedürfnisse erfordern das Bewusstseins dessen, was Dir wirklich wichtig ist.

Du begegnest Deinem Selbst am Besten, wenn Du -im wahrsten Sinne des Wortes- abschaltest: Dein Radio, Handy, Internet. Bestell die Tageszeitung ab. Mach Urlaub vom Informationsboom und geh früh Morgens spazieren. Buche ein Wochenende auf einer entlegenen Hütte, geh fischen oder eine Woche ins Kloster.

Es ist ganz egal, für welche Form der Auszeit Du Dich entscheidest, solange Du Deine innere Stimme zu Wort kommen lässt. Sie fördert Dein Wohlbefinden. Auch und erst recht, wenn sie Dir Unangenehmes zu sagen hat. Denn nur so wirst Du Dich auch mit den verdrängten Themen auseinandersetzen und letztendlich zur Erkenntnis gelangen, dass Dich dies ungemein befreit!

Denn das, was Dich zu Dir selbst führt, wird Dich mehr bereichern als alle noch so verlockenden Werbeversprechen.

Na, hast Du schon eine Idee, welcher Weg für Dich der passende ist? Oder bauchst Du jetzt sofort und ganz schnell etwas Ruhe? Na dann, Augen zu und Ohrstöpsel rein.

 

Doppelt so glücklich…

… mit halb so viel Zeugs – ein Experiment.

Zuerst einmal wünsche ich Euch allen ein frohes Osterfest!

Ist Euch auch aufgefallen, dass die Geschenke zu Ostern immer größer werden? Haben wir uns damals über ein paar versteckte Schokoeier im Gras gefreut, muss es heute mindestens ein PC-Spiel oder ähnliches sein. Immer mehr und mehr. Konsum-Wahn? Oder die Suche nach etwas ganz anderem?

Um Konsum sollte es jedoch als letztes gehen, oder? Machst Du Dir noch bewusst, warum wir dieses Fest feiern? Nein, auch ich gehe nicht in die Kirche, aber es ist ein Fest der Freude und als letztes geht es ums (Ver)Brauchen.

Die Häschen auf dem Bild brauchen nicht viel. Einen sicheren Unterschlupf und einander. Natürlich ihre Beute zum Überleben und den schnellen Haken, um ihren Feinden zu entkommen.

Uns geht es ja genauso: Familie, Freunde, Haus und Auto. Lebensmittel natürlich auch. Aber der ganze Rest? All das, was wir anhäufen, sammeln, hinstellen oder -hängen.

Ich mag auch schöne Deko in Form von frischen Blumen, schönen Postkarten oder Bildern, Kerzenleuchtern und … genau – irgendwie nimmt’s kein Ende.

Ist Dir mal aufgefallen, dass Du immer die gleichen Klamotten trägst, während die andere Hälfte (und wahrscheinlich mehr als diese) den Kleiderschrank nur nett ausstaffiert? Dein „gutes“ Geschirr im Schrank bleibt, während Du immer nur das ‚Alltagsservice‘ nutzt? Wahrscheinlich könntest Du gar nicht alles aufzählen, was Du besitzt, stimmt’s?

Die Kisten im Keller mit den Sachen, die vielleicht mal irgendwann irgendwer gebrauchen kann. Die Kruschtelschublade in der Küche, wo alles reinwandert, was beim Saubermachen stört. Die vielen ungelesenen Bücher und Zeitschriften. Was fällt Dir noch ein?

Den Statistiken zufolge häufen wir ca. 10.000 Gegenstände an. Wenn dem wirklich so ist – und ich möchte gar nicht nachzählen – graust mich diese Zahl. Meine vollen Schränke übrigens auch. Obwohl ich regelmäßig ausmiste.

Ja, in der Tat, ich habe auch viele Schuhe (so ein Frauending 😉 ), aber Business-Look und Hundegassi bedürfen auch einer gewissen Auswahl, besonders bei solchem – und jetzt passt es endlich wieder – April-Wetter!

Und doch habe ich gerade 4 Paar Schuhe ausgemustert. Weil ich sie nicht trage. Weil sie Staub ansetzen und Putzen jetzt nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Kleiderkreisel ist da eine tolle Adresse, um mit Deiner Kleidung, Schmuck & sonstigen Accessoires, wie z.B. Handtaschen, jemand anderen glücklich zu machen.

Weil ich meinen Kram reduzieren möchte. Und zwar…um die Hälfte. Die Schuhe waren ein kleiner Anfang. Von der Hälfte bin ich weit entfernt, aber der erste Schritt ist getan.

Bücher kaufe ich auch nicht mehr… zumindest so lange, bis ich die geschätzten 90! (in Worten NEUNZIG), die derzeit meine beiden Regalbretter belagern, gelesen habe.

Von meiner schönen Weichholzvitrine werde ich mich auch verabschieden. Weil drei Küchenschränke mit Geschirr einfach mehr als genug sind.

„Ob`s mit der Reduzierung um die Hälfte klappt?“ seh‘ ich Dich schon zweifelnd fragen. Ich bin zuversichtlich. Denn allein, dass das Putzen dann künftig viel entspannter geht, wenn nicht überall was rumsteht, spornt mich an.

Also, ich lass dann mal los… und werde berichten, wie es sich anfühlt, mit dem Glücklichsein.

„Man soll weder annehmen, noch besitzen,
was man nicht wirklich zum Leben braucht.

Mahatma Gandhi

Ankommen

Ankommen.

Auch so ein schönes Wort. Es verspricht Behaglichkeit. Eine Pause. Das Ende Deiner Suche. Die Erreichung Deines Ziels. Das Freuen und Feiern über das Getane.

Vielleicht bist Du einen freudigen Weg gegangen, vielleicht auch einen mühsamen. Du hattest Unterstützer oder hast Dich alleine durchgekämpft. Du warst mutig, neugierig, entschlossen, verrückt.

Aber immerhin hast Du Dich aufgemacht.

So wie die Gründe für Deinen Aufbruch unterschiedlich sind, sind es auch Deine Stationen unterwegs oder die Aufgaben oder die Begegnungen, die Du meisterst und erlebst.

Und dann ist es soweit.

Du glaubst es kaum.

Geschafft!

Du bist angekommen! Wahrhaftig.

Das wohlige Gefühl von Erleichterung oder Befriedigung stellt sich ein.

Doch dann geht es weiter, denn Ankommen bedeutet auch immer etwas Neues beginnen:

Du hast ihn endlich, Deinen Traumjob. Jetzt musst Du Dich aber auch all den neuen Gegebenheiten und Herausforderungen stellen.

Der Miet- oder Kaufvertrag für das neue Haus oder die Wohnung ist unterschrieben. Jetzt steht die Umzugsplanung und der Umzug selbst vor der Tür.

Du hast den ersten Platz im Wettkampf erreicht. Jetzt heißt es weiter trainieren, um den Status zu halten, wenn nicht noch zu überbieten.

Ankommen ist wundervoll. Aber die Reise dorthin solltest Du ebenso bewusst erleben und genießen.

“Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Johann Wolfgang von Goethe

Denn Ankommen heißt, Dich für Anderes zu rüsten. Auch Vergangenes loszulassen. Dankbar sein für das was war und ist, aber auch für die Chancen, die vor Dir liegen. Freudig zu erwarten, was nun auf Dich zukommt.

Ankommen heißt beenden und beginnen. Dein Wohlgefühl solltest Du Dir bei jedem Deiner Schritte aber immer beibehalten.

 

Der Zeit voraus?

Ein klassischer Herbsttag: frisch, usselig, grau. Als wir heute morgen los gelaufen sind, waren es ganze 9 Grad. Celsius. Plus! Dazu noch nicht einmal wirklich hell.

Hell ist es jetzt übrigens immer noch nicht. Wird es wohl heute auch hier nicht mehr. Es braucht schon eine angenehme Beleuchtung, um nicht dem Gedanken anheim zufallen, sich wieder hinzulegen. Obwohl, für ein Mittagsschläfchen wäre es ja zeitlich jetzt ausgesprochen passend 😉

Statt dessen habe ich das Laub gerecht. Danach entspannt gefrühstückt und, huch, beim Blick auf den Kalender wieder einmal festgestellt, dass das Jahr viel zu schnell entschwunden ist und in knapp zwei Monaten tatsächlich Weihnachten direkt vor der Tür steht.

Gutes Stichwort! Wie sehen denn Deine Vorbereitungen aus? Bisschen früh, meinst Du? Zurecht! Denke trotzdem daran: Am 24. die Geschenke besorgen, fällt dieses Mal aus, weil der Heiligabend auf einen Sonntag fällt.

Statt dessen könntest Du aber schon einmal – in sechs Wochen ist schließlich der erste Advent – Deine ganzen Feiertags-Utensilien und Jahreszeiten-Dekoartikel sichten, so wie ich heute. Dabei ging es mir gar nicht darum, für ‚Oh du fröhliche‘ rechtzeitig dran zu sein, sondern all das zusammen zu packen, was ich nächsten Sonntag mit auf den Flohmarkt nehmen möchte. Zum Verkaufen! Sonst genieße ich ja lieber das gepflegte Trödeln als Kunde.

Doch so wie sich das ganze Jahr über Ideen, Gedanken, Sorgen oder Überlegungen im Kopf ansammeln, gibt es auch ganz viele Dinge, die Du nicht mehr benötigst, Deinem Geschmack entwachsen sind oder irgendwann einmal angeschafft und dann doch nie benutzt wurden.

Welch unnötigen Ballast hast Du in Deinem Leben angesammelt? Wie viel unnützes Zeugs angehäuft? Na, kannst Du alles spontan aufzählen? Hast Du Deine Krims-Krams-Ecken im Griff?

Befreie Dich von all den Dingen, die Du nicht brauchst und an denen Dein Herz nicht wahrhaft hängt. Miste alles aus, was Dich aufhält, aber nicht mehr zu Dir passt, vielleicht nie gepasst hat…

Denn auch Dinge, die Du nicht liebst, fordern Deine Aufmerksamkeit, wenn auch unbewusst. Mach Platz für das, womit Du Dich umgeben, Dich zeigen, Zeit verbringen willst. Neue Energie kann nur sprudeln, wenn sie nicht von vorne herein für anderes verbraucht wird. Und die Zeit, die Dir wichtig ist, kannst Du weder aufsparen noch festhalten. Es zählt immer nur das Jetzt!

Richte Dein Augenmerk deshalb auf das, was Dir gefällt, Dir wichtig ist und Dir gut tut. In jedem Augenblick.

“Wenn ein Stein im Schuh drückt,
kann man beim Laufen nicht in die Sterne schauen.

chinesisches Sprichwort

Und das wäre doch schade. Gerade derzeit, wo so viele Sternschnuppen unterwegs sind… Deren Anblick lässt sich auch nicht auf später verschieben.

Adieu

Abschiede tun weh. Ganz besonders dann, wenn sie Dich unvorbereitet treffen, weil sie nicht Deinem Entschluss entspringen.

Doch wann immer etwas zu Ende geht, beginnt auch etwas Neues. Irgendwo habe ich einmal gelesen „Wenn etwas zerbricht, ist es vielleicht das Ende von etwas Falschem und der Beginn von etwas Richtigem.“

Doch auch wie die Sonnenblumen auf dem Bild verblüht sind, reifen zu deren Füßen bereits die Kürbisse und schenken dem Grau sowohl Farbe als auch neues Leben.

“Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann,
wenn sie vergeht.

Friedrich Hebbel

Verabschiede Dich deshalb dankbar und konsequent von denen, die Dich verlassen oder ausbremsen, aufhalten oder missachten und wende Dich all denen zu, die Dich beflügeln und leben lassen.

Lege Dein Augenmerk ganz bewusst auf die Menschen, die Dich umgeben wollen. Dass sie Dir gut tun merkst Du daran, dass es Dir mit ihnen gut geht.

Du musst Dich nicht verstellen, nicht versuchen, ihre Erwartungen zu erfüllen oder fremden Ansprüchen gerecht zu werden. Du darfst Du selbst sein.

Achte auf die Qualität Deiner Beziehungen.

Lebendige, leidenschaftliche und authentische Menschen sind gut für Dich! Solche, die Dich nehmen, wie Du bist – ohne Wenn und Aber.

Lass die anderen ziehen und werden Dir bewusst. mit wem Du mehr Zeit verbringen möchtest.

Und dann, tu es.

 

Welch ein großartiges Geschenk!

Es ist eine magische Reise, auf die ich Dich einladen möchte. Eine, die so viel alltägliches beinhaltet und Dir doch mit jeder Seite Erkenntnisse und Besinnungen schenkt, die Du in Deinem Dasein einfach vergessen hast:

Dir Deiner Einzigartigkeit bewusst zu sein, Dich mit jedem Deiner Schritte mehr zu Dir als von Dir weg zu bewegen oder einfach nur den Augenblick zu leben.

Natürlich ist Dir das alles längst klar und noch ein Buch dieses Genres, ist das nötig?

Ja, unbedingt! Denn diese leichte, aber doch so tiefgehende Erzählweise wird Dir vieles präsentieren, was gut verborgen in Deinem Unterbewusstsein schlummert: Dass Du verpasste Chancen nun einmal nicht immer nachholen kannst, Du auf der anderen Seite einen falsch eingeschlagenen Weg aber nicht zwingend bis zum Ende gehen musst, sondern auch umkehren darfst.

Meine heutige Empfehlung verspricht Leichtigkeit und kommt mit seinem zarten Cover auch ganz federleicht daher.

Doch diese märchenhafte Erzählung von Clara Maria Bagus, die Dich ganz schnell in die (eigene?) Geschichte zieht, verbirgt so viel mehr. Es ist eine überwältigende Wanderung, die dem Protagonisten oft alles abverlangt, den man aber auf jedem Schritt seiner abenteuerlichen Reise bis zur Ankunft unbedingt begleiten möchte.

Besonders folgende zwei Sätze lassen mich seit dem Eintauchen in die fünf Aromen des Lebens nur noch schwer los:

„Nehmen wir an, ein Fremder beobachtet Dich über mehrere Tage. Könnte er aus Deinen Handlungen schließen, was Dir wichtig ist?“

„Wenn ich mein Leben tauschen wollte, würde ich in Deine Haut schlüpfen wollen?“

Denn wenn Du diese beiden Fragen nicht mit einem zweifelsfreien „Ja!“ beantworten kannst, ist es wirklich an der Zeit, die Weichen neu zu stellen. 

Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen:
Eine Reise zur Leichtigkeit
 

Lass Dich vom Zauber dieser Suche verführen, die Dich berühren, vielleicht aber auch ein bisschen bewusster werden lässt. Es lohnt sich.

Und ich würde mich sehr freuen, wenn Du nach dem Genuss dieses (Hör)Buchs Deine Eindrücke hier im Kommentar teilst.

Augenblicke

Wie schön wäre es, alle kostbaren, fröhlichen, schönen Momente festhalten zu können?
Und die unschönen, tragischen, schmerzvollen?

Ja, die würdest Du Dir oft gerne ersparen. Ausblenden. Die Zeit zurückdrehen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Jede Medaille hat zwei Seiten und das Gegenteil aller Dinge ist doch gerade Deine Möglichkeit, all das für Dich Wertvolle schätzen zu können.

Ob es das Wetter, Deine Gesundheit, die Beförderung oder der blühende Garten ist. Es gibt auch den Hagel, die Erkältung, die Arbeit und das Unkraut zupfen. Immer ist das Eine nötig, damit sich das Andere zeigen darf.

Gerade deshalb ist es sinnvoll, dass Du zu jedem Zeitpunkt präsent bist. Achtsam wahrnimmst und annimmst, was sich Dir zeigt. Damit Du das Gute genießen und das weniger Schöne dankbar loslassen kannst.

Den Augenblick immer als den höchsten Brennpunkt der Existenz,
auf den die ganze Vergangenheit nur vorbereitete,
ansehen und genießen,
das würde Leben heißen!

Christian Friedrich Hebbel

Jetzt nicht

  • Wo soll ich den neuen Drucker hinstellen? – Eigentlich ist dafür kein Stellplatz mehr frei…
  • Wieso komm ich jetzt mit dem Texten nicht weiter? – Der Abgabetermin naht!
  • Heute stehen so viele Aufgaben an! – Aber wo soll ich anfangen?

Kennst Du das? Du willst, musst vielleicht auch, etwas machen und dann – Blackout, nichts geht mehr! So sehr Du auch darauf herum denkst: nicht ansatzweise eine praktikable Lösung in Sicht!

Anstatt voller Elan loszulegen, es anzupacken und die Dinge in die Hand zu nehmen, schiebst Du sie von einer Ecke in die andere oder denkst unentwegt darüber nach und blockierst Dich selbst.

Lange habe ich das auch so gemacht, aber „in die Pötte“ gekommen bin ich damit nicht. Neuerdings verordne ich mir in solch einem Fall ganz bewusst ein ‚Stopp‘!

Und genau an diesem Punkt lasse ich das jeweilige Thema mit folgendem Gedanken einfach ziehen: „Was soll´s, es wird sich eine Lösung auftun, wenn ich nur unbeirrt daran glaube!“

Dann widme ich mich etwas ganz anderem! Lesen, schlafen, spazieren gehen – auf jeden Fall etwas, dass absolut nichts mit meiner Herausforderung zu tun hat.

Was dann passiert, erstaunt mich immer wieder: Sobald ich loslasse, kümmert sich mein Unterbewusstsein um die anstehende Angelegenheit. Schon nach kurzer Zeit liegt ein Ergebnis in der Luft – ganz wie von Zauberhand. Wie ein guter Freund, der sich um mich kümmert, wenn es mir nicht gut geht.

Probiere es aus. Es funktioniert tatsächlich!

Wie mit dem Drucker – der steht jetzt im Büro auf dem kleinen Tischchen, das lange nicht genutzt wurde. Die Höhe, die Größe, alles passt.

Warum ich da nicht gleich drauf gekommen bin?….

Wir mögen vielleicht unser Bewusstsein verlieren,
niemals aber unser Unterbewusstsein
.“

Roswitha Bloch

Druck

Ahnst Du, oder weißt Du sogar, wie viel Gewicht von Deinen Schultern purzelt, wenn Du den Dir selbst auferlegten Druck nimmst? Gefühlt sind es etliche Tonnen.

Diese Woche habe ich es selbst erlebt. Einem mir gesteckten Ziel habe ich einfach mal den Stecker gezogen. Mir ist bewusst geworden, dass ich es im angestrebten Zeitraum einfach nicht erreichen kann.

Soll ich deshalb aufgeben? Ganz im Gegenteil. Ich gehe einfach den langsamen Weg. Im Navi wäre dies der „kürzeste“, der allerdings die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Dafür führt er übers Land und gewährt Einsicht in wunderschöne Hinterhöfe, auf weite Felder und waldige Höhen. So vieles, was einen eingehenden Blick lohnt!

Wieso habe ich mich verrückt gemacht? Kennst Du das auch, wenn Du Dir selbst derart ambitionierte Ziele setzt, dass Du Deinen Alltag im Eilschritt erledigen müsstest, damit das zusätzlich Angestrebte überhaupt noch hineinpasst?

Aber wozu eigentlich?

Der schnellste Weg, also der über die Autobahn, lässt Dich die Checkliste zwar in kürzerer Zeit abhaken, aber Du verpasst all die wunderbaren Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen, die die Landstraße offenbaren.

Welche Route möchtest Du beschreiten?

Lass Dir Zeit und finde den Weg, der zu Dir passt! Denn wenn Du die alten ausgetretenen Pfade nicht verlässt, wirst Du nur schwerlich Neues entdecken. Sprintest Du aber auf dem herkömmlichen Weg durch die Lande, fehlt Dir die Zeit für das wirklich Wichtige.

„Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig,
bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“

Konfuzius

 

 

Geplatzt

Wenn Du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, fühlst Du Dich hilflos, verloren, vielleicht sogar unfähig.

Du drehst Dich im Kreis und dümpelst auf der Stelle – obwohl Du machst und tust, Neues ausprobierst und Dich anstrengst.

Nichts. Aber auch gar nichts will sich bewegen.

Deine Anstrengungen verpuffen im Nirgendwo, der Frustpegel steigt und Du fühlst Dich mit jeder Deiner Bemühungen noch ein bisschen mieser.

Alle anderen bekommen davon nichts mit, im Gegenteil, sie halten Dich für das Energiebündel schlechthin. Eben weil Du machst und tust.

Aber vielleicht ist genau dies der Zeitpunkt, an dem Du einmal die Bremse ziehen und innehalten solltest:

Vielleicht weißt Du noch gar nicht so recht, wo es hingehen soll.
Du bist unsicher, weil Du Dein Ziel nicht so recht greifen kannst oder Dein vermeintlicher Weg sich gar nicht so „richtig“, so wirklich echt anfühlt.
Oder Du Dich schlicht verausgabt hast.

Jetzt ist die Zeit gekommen, Dich zurückzulehnen und eine Pause zu machen. Zu schlendern anstatt zu rennen. Oder Dich einfach ins Gras zu setzen und sämtliche Aktivitäten einzustellen.

Sei mutig und tu mal gar nix! Starre Löcher in die Luft oder mach die Augen zu. Stell Deine Ohren auf Durchzug und Deinen Verstand auf Pause.

Oder mach etwas, das Dir richtig gut tut: ab in die Sauna oder ins Café. Mit einem großen Stück Torte wird vieles entspannter… Lass einen Drachen steigen oder bunte Luftballons.

Mach was Du willst, aber nichts von dem, was Du Dir so angestrengt vorgenommen hast.

Und zack: irgendwann platzt er, der Knoten und die Lösung präsentiert sich mühelos. Vertraue!

Lösungen für die Zukunft finden Sie nicht dort, wo Sie bisher gewohnt waren sie zu suchen, sondern in der Stille.

Gabriele Wackerbauer