Der erste Schritt

Was erwartest Du nicht alles von Deinen Liebsten, den Kollegen, Nachbarn, Sportfreunden, Bekannten und Verwandten?

Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Respekt, Achtung…

Dabei ist schon alles in Dir. Du musst es nur zulassen. Dich darauf einlassen und Dich anerkennen. Ohne Zweifel, ohne Vorbehalte und mit einem offenen Herzen.

Erwarte Veränderung nur dort, wo Du selbst bereit bist, den Anfang zu machen: Hinzusehen und zu erkennen. Vorzuleben, was Du Dir wünschst, Dir selbst zu geben, was Du vermisst.

Sei Dir selbst der beste Freund, schenke Dir ein fröhliches Lachen, achte Deine Person und respektiere all Deine Empfindungen. Sorge gut für dich, damit die Neuerungen, die Du Dir wünschst auch den rechten Weg zu Dir finden.

Du zögerst noch? Vielleicht hilft Dir dann diese Frage weiter:

„Wenn ich mich nicht liebe, wie sollte es dann jemand anders können?

Damaris Wieser

Das traurigste Liebeslied

Als bekennender Queen-Fan halte ich Love of my life für das traurigste aller Liebeslieder.

Warum?

Abgesehen vom Text ist die Stimme von Freddy Mercury derart eindringlich und gefühlsbetont, dass Mann und Frau einfach mitleiden müssen. Und das Gitarrenspiel von Brian May ist mitreißend genial. Klickt auf den Link und macht Euch selbst ein Bild…

Love of my life
you’ve hurt me
You’ve broken my heart
and now you leave me

Love of my life
can’t you see?
Bring it back
bring it back
don’t take it away from me
because you don’t know
what it means to me…

Love of my life
don’t leave me
You’ve taken my love
and now desert me
Love of my life
can’t you see?
Bring it back
bring it back
don’t take it away from me

because you don’t know
what it means to me…

You will remember
when this is blown over
and everything’s all
by the way
When I grow older
I will be there
at your side
to remind you
how I still love you
I still love you…
hurry back, hurry back
Please bring it back home to me, because you don’t know
what it means to me
Love of my life
love of my life

Und, was meint Ihr?

Das schönste Liebeslied

Es gibt ja unzählige Möglichkeiten, seine Liebe zu gestehen. Eine der schönsten Liebeserklärungen hat meiner Meinung nach Reinhard May definiert:

Wie vor Jahr und Tag, liebe ich dich doch
Vielleicht weiser nur und bewusster noch
Und noch immerfort ist ein Tag ohne dich
Ein verlor’ner Tag, verlor’ne Zeit für mich
Wie vor Jahr und Tag ist noch immerfort
Das Glück und dein Name dasselbe Wort
Allein, was sich geändert haben mag:
Ich lieb‘ dich noch mehr als vor Jahr und Tag

Mit wie viel Hoffnungen hat alles angefangen
Wie viel Erwartung auf dem Weg, der vor uns lag
Wir sind seitdem manch‘ Stück darauf gegangen
Und doch ist er für mich neu wie vor Jahr und Tag
Ich zähl‘ die Jahre, die seitdem verstrichen
Schon lange nicht mehr an den Fingern einer Hand
Und doch ist nichts von deinem Bild verblichen
Vermiss‘ ich nichts, was ich liebenswert daran fand

Ich habe tausendmal versucht, dich zu erlernen
So, wie man aus einem Buch lernen kann, ich Tor
Und sah mit jeder Lektion sich mein Ziel entfernen
Und heute weiß ich weniger noch als zuvor
Ich habe tausendmal versucht, vorauszusehen
Wie du wohl handeln würdest, aber jedesmal
Wenn ich schon glaubte, alles an dir zu verstehen
Erschien es mir, als säh‘ ich dich zum ersten Mal

Lachen und Weinen sind in jener Zeit verklungen
Die in Siebenmeilen-Stiefeln an uns vorübereilt
Und von den besten all meiner Erinnerungen
Hab‘ ich die schönsten, meine Freundin, wohl mit dir geteilt
Nein, keine Stunde gibt’s, die ich bereute
Und mir bleibt nur als Trost dafür, dass keine wiederkehrt:
Viel mehr als gestern liebe ich dich heute
Doch weniger, als ich dich morgen lieben werd‘

Wenn Du das auch nach Jahren noch zu Deiner oder Deinem Liebsten aufrichtig und von Herzen sagen kannst, dann ist es wahre Liebe!

Oder welches Liebeslied ist Dir das Schönste?

Unausgesprochen

Liebe lässt sich auf so vielfältige Weise ausdrücken: Mit einem Blick, einer Berührung, sich Zeit zu nehmen für den Anderen.

Du bist für Dein Gegenüber einfach da, hörst zu oder packst an, wenn es nötig ist.

Ohne Erwartung, ohne Hoffnung auf Revanche. Einfach so, weil es Dir ein inneres Bedürfnis ist und Du geben möchtest.

Du musst es nicht einmal aussprechen. Denn das größte Kompliment machst Du einem Menschen, wenn Du ihn akzeptierst, wie er ist. Auch wenn es einmal knarrt.

Liebe ist. Sie gibt, verzeiht. Erwartet und verhandelt nicht. Das ist vielleicht das größte Geschenk. Sie zu geben, wann immer Dir danach ist und sie anzunehmen, ganz gleich in welchem Gewand sie daherkommt.

“In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe.
Manchmal gibt‘s nicht mal ein ‚Ich liebe dich‘
und doch liebt man sich
.“

aus dem Film: Das Labyrinth der Wörter

Geliebt

“Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden,
geliebt um seiner selbst willen
oder vielmehr: trotz seiner selbst.“

Victor Hugo

Zu keiner Zeit des Jahres sind wir empfänglicher für die Liebe als im Frühling.
Sagt man.
Ist das so?

Der Frühling steht für Neues, die Bäume treiben aus, die Blumen kämpfen sich durch die dunkle Erde hinauf ans Licht, die Vögel bauen Nester.

Vielleicht sind wir genau deshalb empfänglicher, sensibler und einladender, was die Liebe und die Sinnesfreuden angeht.

Liebst Du? Und wen? Und weshalb? Und wie glücklich bist Du mit dieser, Deiner Liebe?

Was tust Du dafür, dass es so bleibt, dass die Gefühle nicht im Alltagsrausch untergehen, verstummen?

Lieben heißt anerkennen, wie es ist. Akzeptieren, dass Niemand vollkommen ist. Annehmen und sein lassen. Mit allen Macken und Fehlern.

Nicht nur Deine Liebsten, sondern auch Dich selbst.

Um Deiner selbst willen!

Lesen ist L(i)eben

“Lesen ist nicht nur Geschriebenes mit den Augen anzusehen
oder Worte, die nebeneinander stehen zu betrachten,
sondern Geschriebenes geistig wahrzunehmen, in sein Denken einzufügen, Worte zur Phantasie werden zu lassen.
Lesen ist zuzulassen, dem geschriebenen Wort Leben zu geben
.

Josef Anton Duffner

Vielleicht findest Du ja ein Zitat, welches besser zu meiner heutigen Buchempfehlung passt. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass diese beiden nicht nur zueinander passen, sondern gar füreinander geschaffen sind.

Gleich beim Lesen der ersten Geschichten ist mir der Text von Duffner in den Sinn gekommen, denn mit Mach Dein Leben bunt hat Kerstin Werner nicht nur ein wahrhaft emotionales Bild einfühlsamer Erlebnisse gemalt, sondern auch jedem einzelnen Pinselstrich eine farbige Botschaft mitgegeben. Und diese leuchten in den unterschiedlichsten Nuancen der Farbwelt: mal ernst, mal fröhlich, manchmal entwaffnend real, aber immer berührend echt und tiefgehend.

Wenn Du Dich auf Gefühle ein- und diese beim Lesen auch zulassen möchtest, wird Dich dieses liebevolle Werk bezaubern, inspirieren, bewegen.

Welche Farbtöne wirst Du Deinem Leben nach diesem Buch hinzufügen wollen?

Es ist

Alles ist. So, wie es ist. Genau richtig.

Nicht gut, nicht schlecht. Allein wie Du damit umgehst, ob und wie Du darauf reagierst, macht den Unterschied. Nur das entscheidet, ob Du Dich wohlfühlst mit dem was ist.

Und damit Du Dich gut fühlst, entscheide immer aus der Liebe heraus. Denn Deine Entscheidungen obliegen entweder der Angst oder der Liebe. Immer.

Wenn Du Bedenken hast, nicht zu genügen, nicht genug zu bekommen oder etwas zu verlieren, handelst Du aus der Angst heraus. Aber Du genügst – und zwar immer. Vor Verlust kannst Du Dich nicht schützen und das Leben an sich schenkt Dir jeden Tag Fülle. Nimm sie dankbar an.

Dann triff Deine Wahl mit dem Herzen und damit in Liebe, denn Du weißt selbst am Besten, was das Richtige ist. Für Dich.

“Es ist Unsinn
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
.
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst.
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Erich Fried

Angstfrei

Angst, die große Gegenspielerin der Liebe: Sie trennt, verletzt, misstraut, beschämt, verunsichert, lähmt.

Sie lässt Dich nicht anpacken, was Du schon so lange tun möchtest. Bremst Dich aus, Dein wahres Ich zu leben. Streut Zweifel in Deinen Selbstwert.

Nenn‘ es, wie Du willst, ganz gleich wie das, was Deine persönliche Energiebremse tritt auch daherkommen mag, letzten Endes ist es immer die Angst.

Die Angst zu scheitern, verlassen zu werden, nicht gut genug zu sein, zu versagen, zu verlieren.

Und es ist nicht nur eine Einzige. Nein, sie vervielfacht sich, oft unbemerkt, aber nie ohne Auswirkung. Und produziert werden die unterschiedlichen Ängste durch den immerwährenden Gedankenfluss, der sich pausenlos Bahn durch Dein Inneres bricht.

Erschöpfend! Das muss ein Ende haben! Aber wie?

Wie wunder(?)voll, dass ich gerade jetzt „Das einzige Gebet, das Sie wirklich brauchen“ in dem kleinen Buch von Debra Landwehr Engle gefunden habe: Sieben kleine Worte.

An einem Nachmittag zu lesen und auch wenn Du, so wie ich, keiner Religionsgemeinschaft angehörst und normalerweise auch nicht betest, ist dieses Buch ein Geschenk.

Es wird sich etwas verändern… und Du wirst erleben, wie einfach es ein kann.

“Es erfordert Mut, alles zu sein, was man ist,
wenn man in einer Welt lebt, die auf Konformität setzt
.

aus: Sieben kleine Worte

Um dieses Buch zu lesen und das Gebet auszuprobieren, reichen aber schon Deine Neugier und Bereitschaft.

Eine Definition von Liebe

Das Mächtigste auf Erden… und doch für jeden etwas anderes.

Wie viele Ausprägungen „Deiner“ Liebe fühlst Du, kannst Du benennen? Was bedeutet sie Dir, was setzt Du mit ihr gleich?

Respekt
Mut
Verführung
Toleranz
Freiraum
Wahrnehmung
Fürsorge
Ankommen
Umarmung
Wertschätzung
Treue
Nähe
Tiefe
Akzeptanz
Unterschiede
Vertrauen
Lachen
Alltag
Küsse
Aufmerksamkeit
Mut
Sex
Herzklopfen
Interesse
Anerkennung
Berührung
Loslassen
Gemeinsamkeit
Realität
Sein (lassen)
Zuhören
Ehrlichkeit
Teilhaben
Fallenlassen
Wärme
Empathie
Stärke
Gefühle
Herz
Authentizität
Höhen
Tiefen
Überraschung
Zukunft
Eins sein und doch zwei bleiben

“Es ist nicht deine Aufgabe nach der Liebe zu suchen.
Es ist nur deine Aufgabe, all die Hindernisse ausfindig zu machen, die du dir gegen sie errichtet hast.

Dschalal ad-Din ar-Rumi

Liebe ist kein Wunder. Du kannst sie leben. Jeden Tag.

Schwächen – Deine Stärke

“Schwächen.
Du hattest keine.
Ich hatte eine,
ich liebte.“

Bertolt Brecht

Ist es wirklich eine Schwäche, sich verletzlich zu zeigen, so wie Brecht es formuliert? Oder zeugt es nicht vielmehr von Unvoreingenommenheit, Sensibilität und Einfühlungsvermögen? Vor allem aber von Stärke und Freiheit?

Wie hältst Du es mit Deiner persönlichen Mängelliste? Konzentrierst Du Dich auch (zu) oft auf Deine Schwächen, wo doch Deine Stärken die wirklich beachtenswerten Züge sind? Oder pickst Du Dir bewusst Deine Schwächen heraus, um sie positiv zu besetzen?

Das geht nicht? Von wegen! Schau Dir die folgenden Beispiele an:

Ungeduld ist zum Beispiel meine ´Macke´, im Positiven sehe ich jedoch inzwischen darin Neugier, Konsequenz und Entscheidungsfreudigkeit.

Mangelnde Risikobereitschaft ist nicht feige, sondern zeichnet einen Menschen aus, der verantwortungsvoll handelt und damit Sicherheit und Vertrauen ausstrahlt.

Ein ruheloser Geist ist nicht etwas unstet, sondern enträtselt, tüftelt und entdeckt sich und seine Umwelt immer wieder neu. Was wären wir ohne Forschernaturen?

Bei vermeintlichen Schwächen einfach das Gewicht auf die zweifellos vorhandenen Gegenteile legen und schauen, was genau dabei Dich unterstützt und weiterbringt.

Und beim Lieben auch einmal auf die Nase zu fallen, ist keine Schwäche, sondern eine Erfahrung, die wir früher oder später alle einmal machen.

Viel wichtiger ist doch, dass Du überhaupt in der Lage bist zu lieben…