Balance

Bist Du in Balance? Und ich meine jetzt nicht ausschließlich die vielgepriesene Work-Life-Balance, die der Forderung nach ständiger Verfügbarkeit naturgemäß widerspricht.

Du kannst auch in Deinem Privaten komplett aus der Waagerechten fallen, wenn Du zu viele Verpflichtungen eingehst – aber auch, wenn Du Dich einfach schon zu Vielen oder zu Vielem verpflichtet fühlst.

Wie hältst Du es, mit dem „Für Dich selbst da sein!“ ?

In Ruhe eine Tasse Tee genießen, den Termin bei der Kosmetikerin wahrnehmen, statt ihn kurzfristig doch abzusagen, um noch dies oder jenes zu erledigen. Ein halbes Stündchen im Garten sitzen und den Ausblick genießen, anstatt aufzuspringen und hier und da zu schnibbeln oder zu zupfen?

Deine Balance zu finden ist so einfach: Du weißt selbst am Besten, was Dir gut tut und was Dir schadet. Dein Bauch, ja Dein ganzer Körper zeigen Dir, was Du brauchst. Wenn Du hinfühlst. Wenn Du Dir bewusst machst, was Du wirklich willst.

Vielleicht klappt das bei Dir ja ganz gut, aber Du fragst Dich, wie Du diese Ausgeglichenheit auf Dauer halten kannst? Ich glaube das geht nur durchs Bewusstmachen.

Was hältst Du von folgendem Bild: Jeder zieht und zerrt an Dir und wünscht, fordert oder drängelt. Ganz oft auch Du selbst…

Gefällt Dir dieses Bild? Ich glaube nicht, deshalb Obacht, wenn es auftaucht. Achte ganz bewusst auf die ‚Ziehenden‘. Sie sind es, die Dich aus dem Takt bringen! Und wenn die Waagschale gerade schief hängt, dann atme durch, bewege Dich oder unterbrich diesen Moment mit irgend etwas, dass Dir hilft.

So schaffst Du es in den Zustand zu kommen, in dem die entgegengesetzt wirkenden Kräfte gleich stark sind. In Dir und um Dich herum: Geben und Nehmen, Festhalten und Loslassen, Kommen und Gehen…

„Gönne dich dir selbst!
Ich sage nicht: Tu das immer.
Aber ich sage: Tu es wieder einmal.
Sei wie für alle anderen Menschen auch für dich selbst da.

Bernhard von Clairvaux

Hygge… oder: Wie ein Hype entsteht

Meiner Meinung nach mit einem Quäntchen Glück und ganz viel Sehnsucht!

Im vorliegenden Beispiel sind dies die Sehnsucht nach:

  • einem Spieleabend mit guten Freunden, gerne auf einer Berghütte – nicht zwingend eingeschneit, aber unbedingt am Kamin.
  • einem Zuhause, das Dir Geborgenheit schenkt und Dir einen sicheren Rückzugsort bietet, weil die Einrichtung Dein Bedürfnis nach Lebensqualität spiegelt.
  • einem entspannenden Lesenachmittag in Deinem Ohrensessel oder auf der Couch, Deiner mit Kaffee, Tee oder Kakao gefüllten Lieblingstasse – gerne ungeschminkt und im Pyjama, begleitet von einem Stück Kuchen oder Schokolade.

Also genau all jene Zutaten, die es braucht, um Dich lächeln zu sehen. (Du darfst die Liste Deiner Sehnsüchte natürlich gerne beliebig in den Kommentaren ergänzen.)

Und was das Quäntchen Glück angeht, ist es wahrscheinlich doch eher ‚eine gehörige Portion‘ – mit ordentlich Nachschlag. Denn es bedarf des richtigen Zeitpunkts und eines empfangsbereiten Adressaten, genau dieses Gefühl -oft mittels eines Produkts- zu adressieren und damit treffsicher zu platzieren.

Es muss ankommen. Es muss gefallen und, ganz wichtig(!), es muss ganz viele Male und gerne auch grenzübergreifend verteilt werden. Letzteres geht ja heute ganz fix – wenn die hier oben genannten Gegebenheiten alle zusammenfinden.

Mit dem Charme des hyggeligen Lebensgefühls hat es jedenfalls geklappt.
Einzig, es wundert mich nicht. Denn wer genießt nicht gerne? Wer möchte dauerhaft auf ein Glücksgefühl oder Gemütlichkeit verzichten? Wen lassen Worte wie behaglich, wohlig oder kuschlig kalt?

Ganz das Gegenteil ist der Fall: Im Zeitgeist von Effizienz- und Umsatzsteigerung gönnen wir uns doch gerne mal was. Nicht nur am Wochenende oder im Urlaub, auch außerhalb des Budgets. Da kommen Kuscheln und Kredenzen mindestens so gut an wie Rückzug und Rotwein.

Hygge kam genau zur rechten Zeit zu uns, sonst wäre es ja nicht so erfolgreich und präsent. Mit Sicherheit ist es auch eine Zutat für das scheinbar fortwährend andauernde Glücksgefühl der Dänen – dies bescheinigt zumindest der World Happiness Report der UN!

Aber ein Dauer-Abo aufs Glück? Klingt zwar verlockend… aber so einfach ist es dann doch nicht. Da reichen ein paar Kerzen auf dem Fenstersims, ein Fell auf der Holzbank und eine Handvoll guter Freunde allein nicht aus, um aus Deinem Leben ein rundum zufriedenes und sorgenfreies zu machen.

Etwas mehr benötigt es dazu schon noch: Nämlich einen ausgewogenen Mix aus Gesundheit, Vertrauen, Freiheit, Ehrlichkeit sowie einer ausgleichenden Sozialpolitik. Eigenintiative kann sicher auch nicht schaden. Und natürlich ganz viel Meer!

Es ist also ein Rundum-Paket, was das Glückspotential auf einen hohen Posten hievt. Doch können die oben genannten Zutaten da gut unterstützen und sollten es auch. Ein bisschen Hygge tut doch allen gut.

Auch wenn keine Modeerscheinung, wie der Hype früher einmal hieß, ewig dauert.

Ungewöhnliches, Spektakuläres und Aufsehen erregendes werden Dir auch künftig neue Trends bescheren. Ob Du die Begeisterung für sie ungeprüft teilst oder auch ganz bewusst Abstand nimmst und Dich damit evtl. zum Außenseiter degradierst, bleibt Dir überlassen. Denn nicht alles, was plötzlich überall auftaucht, muss auch zu Dir passen… und vielleicht hast Du Dein Glück ja auch schon längst gefunden?

„Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
wäre auch nicht zufrieden, wenn er hätte, was er nicht hat.

Berthold Auerbach

Für mich jedenfalls ist Hygge einfach das dänische Wort für Lebensqualität – und das wird durch Vielerlei (durch uns selbst) bestimmt! Denn ob ich eine kuschelige Wolldecke oder einen gläsernen Couchtisch mit Chromfüßen für mein Wohlgefühl brauche, ist letzten Endes doch Geschmackssache.

Aber fest steht für mich auch: Dies ist endlich mal ein Hype, der auch mir gut gefällt – und der gerne etwas länger bleiben darf.

Doppelt so glücklich…

… mit halb so viel Zeugs – ein Experiment.

Zuerst einmal wünsche ich Euch allen ein frohes Osterfest!

Ist Euch auch aufgefallen, dass die Geschenke zu Ostern immer größer werden? Haben wir uns damals über ein paar versteckte Schokoeier im Gras gefreut, muss es heute mindestens ein PC-Spiel oder ähnliches sein. Immer mehr und mehr. Konsum-Wahn? Oder die Suche nach etwas ganz anderem?

Um Konsum sollte es jedoch als letztes gehen, oder? Machst Du Dir noch bewusst, warum wir dieses Fest feiern? Nein, auch ich gehe nicht in die Kirche, aber es ist ein Fest der Freude und als letztes geht es ums (Ver)Brauchen.

Die Häschen auf dem Bild brauchen nicht viel. Einen sicheren Unterschlupf und einander. Natürlich ihre Beute zum Überleben und den schnellen Haken, um ihren Feinden zu entkommen.

Uns geht es ja genauso: Familie, Freunde, Haus und Auto. Lebensmittel natürlich auch. Aber der ganze Rest? All das, was wir anhäufen, sammeln, hinstellen oder -hängen.

Ich mag auch schöne Deko in Form von frischen Blumen, schönen Postkarten oder Bildern, Kerzenleuchtern und … genau – irgendwie nimmt’s kein Ende.

Ist Dir mal aufgefallen, dass Du immer die gleichen Klamotten trägst, während die andere Hälfte (und wahrscheinlich mehr als diese) den Kleiderschrank nur nett ausstaffiert? Dein „gutes“ Geschirr im Schrank bleibt, während Du immer nur das ‚Alltagsservice‘ nutzt? Wahrscheinlich könntest Du gar nicht alles aufzählen, was Du besitzt, stimmt’s?

Die Kisten im Keller mit den Sachen, die vielleicht mal irgendwann irgendwer gebrauchen kann. Die Kruschtelschublade in der Küche, wo alles reinwandert, was beim Saubermachen stört. Die vielen ungelesenen Bücher und Zeitschriften. Was fällt Dir noch ein?

Den Statistiken zufolge häufen wir ca. 10.000 Gegenstände an. Wenn dem wirklich so ist – und ich möchte gar nicht nachzählen – graust mich diese Zahl. Meine vollen Schränke übrigens auch. Obwohl ich regelmäßig ausmiste.

Ja, in der Tat, ich habe auch viele Schuhe (so ein Frauending 😉 ), aber Business-Look und Hundegassi bedürfen auch einer gewissen Auswahl, besonders bei solchem – und jetzt passt es endlich wieder – April-Wetter!

Und doch habe ich gerade 4 Paar Schuhe ausgemustert. Weil ich sie nicht trage. Weil sie Staub ansetzen und Putzen jetzt nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Kleiderkreisel ist da eine tolle Adresse, um mit Deiner Kleidung, Schmuck & sonstigen Accessoires, wie z.B. Handtaschen, jemand anderen glücklich zu machen.

Weil ich meinen Kram reduzieren möchte. Und zwar…um die Hälfte. Die Schuhe waren ein kleiner Anfang. Von der Hälfte bin ich weit entfernt, aber der erste Schritt ist getan.

Bücher kaufe ich auch nicht mehr… zumindest so lange, bis ich die geschätzten 90! (in Worten NEUNZIG), die derzeit meine beiden Regalbretter belagern, gelesen habe.

Von meiner schönen Weichholzvitrine werde ich mich auch verabschieden. Weil drei Küchenschränke mit Geschirr einfach mehr als genug sind.

„Ob`s mit der Reduzierung um die Hälfte klappt?“ seh‘ ich Dich schon zweifelnd fragen. Ich bin zuversichtlich. Denn allein, dass das Putzen dann künftig viel entspannter geht, wenn nicht überall was rumsteht, spornt mich an.

Also, ich lass dann mal los… und werde berichten, wie es sich anfühlt, mit dem Glücklichsein.

„Man soll weder annehmen, noch besitzen,
was man nicht wirklich zum Leben braucht.

Mahatma Gandhi

Schon wachgeküsst?

Der Frühling ist da! Zumindest nach dem astronomischen Kalender. Die Temperaturen lassen ja noch nicht so wirklich daran glauben, aber zumindest lacht die Sonne heute einmal!

Auch wenn es für den Liegestuhl definitiv noch zu frisch ist, Dein Garten, Balkon oder Hof lechzen nach Aufmerksamkeit. Alles signalisiert: Jetzt geht`s los.

Ob zartes Grün, erste Frühlingsblüher, die Sträucher oder der Rasen, auf Dich wartet damit jede Arbeit… Mach aber jetzt nicht den Fehler blind loszulegen, um dem Wintermief schnellstmöglich den Garaus zu machen.

Wie wäre es stattdessen mit einer schönen Tasse Kaffee und warm eingepackt mit einem Rundgang durch Dein grünes Reich? Dabei stellst Du Dir die Frage: Was soll Dein diesjähriges Gartenmotto werden? Halt die Augen offen und lass Dich inspirieren.

Willst Du komplett umgestalten? Das aufwendige Beet gegen einen pflegeleichten Steingarten austauschen? Eine Sichtschutzhecke pflanzen? Den Rasen, der derzeit mehr eine Viehweise gleicht, komplett erneuern oder ihm zumindest eine Frischekur gönnen? Oder endlich mehr Insekten anlocken?

Für was willst Du (künftig) Dein Freiluftterrain nutzen? Zum Spielen, Feiern oder Faulenzen? Wo sollen die Gartenmöbel hin? Wie viele Sitzplätze möchtest Du einrichten – und wo?

Ja, ja, die Sonnenstrahlen verleiten geradezu zum Aufbruch und Loslegen, aber geh es langsam an und denk auch an die tierischen Besucher, die sich an Deinem Grün erfreuen möchten.

Wenn Du weißt, was Dein grünes Zimmer bieten soll, dann kannst Du auch anfangen – mit dem Frühjahrsschnitt, dem Vertikutieren, Ausdünnen, Pflanzen oder Einsäen.

Mach Dich mit Freude an die Arbeit und genieße dann in den kommenden Monaten das, was die Natur Dir zurückgeben wird.

„Das Geheimnis ist nicht, den Schmetterlingen hinterherzujagen,
es geht darum, den eigenen Garten zu pflegen,
damit sie von allein zu Dir kommen.“

Mario Quintana

 

Denkanstoß für´s neue Jahr

Achtung! Heute schicke ich Dir eine kleine Anleitung, die Dich herausfordern soll!

Es ist eine wunderbare Aufforderung das Leben jetzt zu feiern!

Sei mutig, lass es Dir gut gehen und höre auf Dein Bauch, Dein Herz – und zwar an jedem einzelnen Tag.

Denn wenn Du wartest, wirst Du irgendwann all das nicht mehr nachholen können. Wozu also die kostbare Zeit vertun?

Lebe jetzt!

“Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben, würde mehr riskieren.
Ich würde mehr reisen, mehr Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich würde an mehr Orte gehen, wo ich vorher noch nie war.
Ich würde mehr Eis essen und weniger dicke Bohnen.
Ich würde mehr echte Probleme als eingebildete haben.

Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten.
Freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben, nur aus Augenblicken.
Vergiß nicht das Jetzt!

Ich war einer derjenigen, die nirgendwo hingingen
ohne ein Thermometer, eine Wärmeflasche, einen Regenschirm und Fallschirm.
Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich leichter reisen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Ich würde mehr Karussel fahren, mir mehr Sonnenaufgänge ansehen und mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie… ich bin 85 Jahre alt und weiß, daß ich bald sterben werde.”

Jorge Luís Borges

Wovon möchtest Du ab sofort mehr?

 

Da isses!

Es ist grau, da draußen. Der Wind pfeift um die Häuserecken und lädt nicht gerade zu einem Neujahrsspaziergang ein.

Dennoch: Das Feuerwerk ist lange verklungen, die Vorsätze wurde gefasst (oder auch nicht…) und es macht sich diese ganz besondere Stimmung breit, die Du fühlen, aber nicht erklären kannst.

Eine leere Seite liegt da vor Dir, wie es oft so schön heißt. Wie frisch gefallener Schnee, der alles in eine gespannte Stille taucht, gleichzeitig aber zum Betreten und Herumtoben lockt. Wie wirst Du sie und die folgenden füllen?

Versprechen liegen in der Luft. Erwartungen. Hoffnungen, die sich erfüllen mögen, Verlockungen, die Dich einladen. Und natürlich die vielen Träume, die Du dieses Jahr -endlich!- angehen willst.

Dabei ist doch gar nicht viel passiert: Du hast um Mitternacht einen Sektkorken knallen lassen, Deinen Liebsten ein gesundes & fröhliches neues Jahr gewünscht, heute morgen ausgeschlafen und dann den neuen Kalender aufgehängt.

Vielleicht hast Du wirklich sehnsüchtig darauf gewartet, dass 2017 endlich Geschichte ist. Dann hast Du es jetzt geschafft.

Doch braucht es dazu wirklich einen Jahreswechsel? Wie sehr machst Du Dich von einer Zahl auf Papier abhängig? Du hast jeden einzelnen Tag die Möglichkeit, Deine Chancen zu nutzen, mit dem Studium anzufangen, dem Rauchen aufzuhören oder dem, was auch immer bereits Begonnenen weiterzumachen.

Verabrede Dich mit der Lebensfreude, tu‘ Dir selbst einen Gefallen, blicke neugierig nach vorne und lass Dich willkommen heißen.

„Das neue Jahr sieht mich freundlich an,
und ich lasse das alte
mit seinem Sonnenschein und Wolken
ruhig hinter mir
.

Johann Wolfgang von Goethe

Kirschrot

Heute ist mir nach Kirschrot.

Nach Leben, Feuer, Action. Pure Lebendigkeit. Herausforderung.

Also wird es wohl die rote Lederjacke und der dazu passende Lippenstift, der mich ein kleines Vermögen gekostet hat, aber haargenau die identische Farbe hat. Ein Volltreffer!

Kennst Du auch diese bunten Tage? Da musst Du gar nicht überlegen, was Du anziehst. Intuitiv spürst Du, was Dir heute guttut. Lass dieses Gefühl öfter in Deinem Dasein wirken.

Denn wie oft gibst Du Deinen Gefühlen ganz aktiv einen farbigen Ausdruck?

Und ich rede nicht von der Beerdigung, bei der Du Dich ganz automatisch in Schwarz hüllst oder bei der Hochzeit, zu der Du in unschuldigem Rosa auftauchst. Das wiederum sind Anlässe, die gewisse Formalien fordern. Auch farblich. Da ist es nicht weit her mit Deinem Wunsch nach Individualität, da gilt es eher, sich anzupassen, wenigstens für einen gewissen Zeitraum.

Doch nicht nur Du kannst Dein Befinden farblich steuern, auch das Außen tut sein übriges hinzu. Wie z.B. ein grauer Novembertag oder ein in pastellfarben eingerichteter Seminarraum.

Oder denk nur an ein gemütliches, weihnachtlich geschmücktes Café: Rot, Grün und Gold laden hier im Verbund zum Verweilen ein. Im Gegenteil zu Chrom-Glas-Schwarz-Einrichtungen, die mich persönlich abstoßen. Sie sind mir zu kalt, erscheinen unnahbar, wenn nicht sogar abweisend. Hip ist also auch wieder Geschmackssache.

Und eine ordentliche Jeans ist nun einmal blau – entschieden eben! Aber es muss ja nicht Deine Kleidung sein, die Du zum Farbspiel nutzt, obwohl sie natürlich unkomplizierter austauschbar ist als die Deko in Deiner Wohnung: Kissen, Decken, Wandfarbe oder Vorhänge.

Da sind dann eher so die Langlauf-Wohlfühlfarben angesagt: die orange Gemütlichkeit, das ruhespendende Grün oder das kühle Blau.

„Farben sind das Lächeln der Natur und Blumen sind ihr Lachen.

James Henry Leigh Hunt

Wie wählst Du Dein Obst und Gemüse aus? Deinen Badezusatz? Dein Auto? Die Marmelade? Es sind immer auch die Farben, die Deine Entscheidung beeinflussen, stimmt`s?.

Farbtherapie findet also -bewusst oder unbewusst- jederzeit statt. Beeinflusse daher Dein Befinden: Lass die Sonne am Meer strahlen oder „erde“ Dich mit entsprechendem Ambiente im Wald .

Heute vielleicht in optimistischen Gelb oder magischem Violett gewandet? Hauptsache, es gefällt Dir!

Lichtblick

Es gibt sie, diese Tage. Da streckt Dir das Leben fortwährend die Zunge raus und schreit förmlich und gefühlt auch in Großbuchstaben: „ÄTSCH! DRANGEKRIEGT! DU NICHT!“

Ganz egal, was Du anfängst, wie Du es anstellst oder womit Du Dich befasst: Nichts klappt. Schlimmer noch: Nicht nur, dass es nicht voran geht, nein, es türmen sich Widerstände ganz wie von Zauberhand. Blockaden wohin das Auge reicht.

Dabei haben wir nicht mal Freitag, den Dreizehnten! Es ist Montag, der Sechste. Und Deine Planung war perfekt. Dachtest Du. Aber es war eben ein Plan, der, das weißt Du längst, mit der Realität oft so viel zu tun hat, wie eine Kuh mit der Muskatreibe. Oder so.

Was lernst Du daraus?

  1. „Wenn denn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle…“ ist ein schöner Wunsch, dem das Leben doch ganz gerne mal ein Schnippchen schlägt.
    Also: Realistisch bleiben!
  2. Auch ohne Freitag den 13. kann das ein oder andere schiefgehen oder es lassen sich zumindest nicht all Deine Vorhaben so zielgenau verwirklichen.
    Deshalb: Zeitpuffer einplanen!
  3. Der Versuch, dann um jeden Preis noch ein Stück weiter zu kommen, macht Dich garantiert nicht fröhlich, sondern noch genervter.
    Besser: Stopp sagen, Pause einlegen und was ganz anderes machen

Und das alles hat nichts mit Kopf-in-den-Sand-stecken zu tun, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Du resignierst nicht, sondern nimmst einfach etwas Abstand, um wieder klare Gedanken fassen zu können.

Von einem Hügel aus lässt sich das Tal auch besser überschauen, als wenn Du Dich dort unten im Kessel befindest, stimmt’s?

Beschäftige Dich also mit etwas ganz anderem oder schau Dir bewusst überspitzt an, was da mit Anlauf daneben gegangen ist. Lache herzhaft darüber. Versuche, das Ganze als Komödie zu betrachten und Dich der komischen Seite hinzugeben.

Wetten, dass Dir mit ein wenig Ruhe etwas Angenehmes, Schönes, Besonderes begegnen oder auffallen wird? Etwas, womit Du nicht gerechnet hast oder dass Dir sonst nie eingefallen wäre?

Vielleicht kommt Dein Aha-Erlebnis nicht sofort, aber mit ein wenig Muße ganz sicher.

„Wenn ich die Möglichkeit bekäme,
der nächsten Generation ein Geschenk zu machen,
wäre es die Fähigkeit eines jeden über sich selbst zu lachen.“

Charles Monroe Schulz, Erfinder der „Peanuts“

Probiere es aus. Denn was kann jetzt noch schiefgehen?

Und dann kannst Du den Berg, der sich da vor Dir aufgetürmt hatte, viel entspannter abtragen. Vielleicht hilft Dir die neue Betrachtungsweise ja sogar, Deine Herausforderungen viel einfacher zu bewältigen?

Lass Dich durch kleine oder größere Rückschläge nicht aus der Ruhe bringen, sondern nutze die Herausforderung, etwas besseres umzusetzen, als Du es ursprünglich vor hattest.

 

Du weißt ja: Am Ende des Tunnels…

 

Anstatt

Raus aus der Routine! Das könnte Dein Motto für das Wochenende sein.

Denn die Tage verbringst Du automatisch mit all den kleinen und großen (selbst) auferlegten Aufgaben und Pflichten.

Natürlich wirst Du jetzt einwenden, dass Dies und Jenes ja getan werden muss, weil… warum auch immer.

Nur, musst Du das alles wirklich auf einmal tun? Und muss es genau so sein? Oder gibt’s da doch einiges an Spielraum?

😉 Anstatt die schnelle Dusche am Morgen, genieße ein wohliges Bad bei Sonnenaufgang.

😉 Anstatt heute beim Einkauf den Automatismus bei der Auswahl der Lebensmittel führen zu lassen, entscheide nach Lust und Appetit und Jahreszeit.

😉 Anstatt ständig nach Optimierungen zu suchen, lob Dich doch einmal selbst und sei stolz auf Dich, Dein Äußeres, Deine Leistungen.

😉 Anstatt durch den Tag zu hetzen, gehe alles ganz entspannt und in Ruhe an.

😉 Anstatt nur die Anderen mit Aufmerksamkeiten zu bedenken , gönne Dir selbst einen wunderschönen Blumenstrauß.

😉 Anstatt heute alle Fenster auf einmal zu putzen, vertage die Hälfte auf nächste Woche und gönne Dir nach der Halbzeit ein Mittagsschläfchen.

😉 Anstatt die To Do Liste ständig zu erweitern, schreib doch einfach mal auf, was Du schon alles geschafft hast!

😉 Anstatt Deinen Kaffee „to go“ zu konsumieren, setz Dich doch mal wieder für ein Stündchen in Dein Lieblingscafé.

😉 Anstatt den Abend vor dem Fernseher zu verbringen, geh mal wieder Tanzen oder ins Theater oder ins Kino oder…

😉 Anstatt…

Genieße dieses Wochenende auf Deine eigene Weise und feiere einfach all das Gute, das Dich umgibt. Nutze kleine Fluchten als Dein persönliches Wohlfühlprogramm: Alles kann, nichts muss.

Offenbarung

Wann hast Du Dich entschieden -bewusst oder unbewusst- Dich mehr auf das Gewohnte zu verlassen, als Deinen Träumen zu folgen?

Erinnerst Du Dich? Dein Wortschatz kannte kein ‚alternativlos‘, ‚unmöglich‘ oder jede Form von ‚zu …‘ (zu jung, zu unerfahren, zu unsicher)! Im Gegenteil: Je ambitionierter ein Ziel scheint, desto eher hat es Dich gelockt und motiviert.

‚Risiko‘ war für Dich kein Begriff für Unsicherheit, sondern eine herzliche Einladung, das zu tun, was Du tun möchtest und immer noch einen Schritt weiter zu gehen. Mindestens.

Weshalb hast Du mit diesem Denken aufgehört?

Weil Du nicht mehr loslassen möchtest, was Du glaubst endlos festhalten zu können? Weil Du den Komfort, den Du Dir durch den aufgebauten Lebensstil leisten kannst, lieber gar nicht erst in Frage stellst?
Weil Du Deine Werte schön flexibel den Gegebenheiten anpasst, anstatt andersrum?
Oder wird Dir erst jetzt bewusst, dass Du immer öfter „auf Nummer Sicher“ gehst, anstatt Deinem Bauchgefühl zu folgen?

Das sagt Dir nämlich schon lange, dass die Komfortzone sehr wohl einen Ausgang hat und Langeweile und Lethargie nicht unweigerlich Einzug halten müssen.

Aber…!

Ja, die vielen Aber’s, die schon ganz selbstverständlich auftauchen und Dir den Elan rauben. Die Kraft für all das, was Du planst, tun möchtest, von dem Du träumst – das Du aber nach all Deinen Plänen und Vorbereitungen noch immer nicht angegangen bist.

„Das Verlangen nach Sicherheit bringt Trägheit hervor,
es macht das Geist-Herz unflexibel und dumpf,
es verhindert, dass wir offen für die Wirklichkeit sind.
Die Wahrheit offenbart sich nur in großer Unsicherheit.

Jiddu Krishnamurti

Warte nicht, bis Du so weit bist, dass Du gar nicht mehr anders kannst, als den Notausgang zu wählen und packe lieber jetzt an, was Dich bewegt.

Denn wer, außer Dir selbst, hindert Dich daran?