Balance

Bist Du in Balance? Und ich meine jetzt nicht ausschließlich die vielgepriesene Work-Life-Balance, die der Forderung nach ständiger Verfügbarkeit naturgemäß widerspricht.

Du kannst auch in Deinem Privaten komplett aus der Waagerechten fallen, wenn Du zu viele Verpflichtungen eingehst – aber auch, wenn Du Dich einfach schon zu Vielen oder zu Vielem verpflichtet fühlst.

Wie hältst Du es, mit dem „Für Dich selbst da sein!“ ?

In Ruhe eine Tasse Tee genießen, den Termin bei der Kosmetikerin wahrnehmen, statt ihn kurzfristig doch abzusagen, um noch dies oder jenes zu erledigen. Ein halbes Stündchen im Garten sitzen und den Ausblick genießen, anstatt aufzuspringen und hier und da zu schnibbeln oder zu zupfen?

Deine Balance zu finden ist so einfach: Du weißt selbst am Besten, was Dir gut tut und was Dir schadet. Dein Bauch, ja Dein ganzer Körper zeigen Dir, was Du brauchst. Wenn Du hinfühlst. Wenn Du Dir bewusst machst, was Du wirklich willst.

Vielleicht klappt das bei Dir ja ganz gut, aber Du fragst Dich, wie Du diese Ausgeglichenheit auf Dauer halten kannst? Ich glaube das geht nur durchs Bewusstmachen.

Was hältst Du von folgendem Bild: Jeder zieht und zerrt an Dir und wünscht, fordert oder drängelt. Ganz oft auch Du selbst…

Gefällt Dir dieses Bild? Ich glaube nicht, deshalb Obacht, wenn es auftaucht. Achte ganz bewusst auf die ‚Ziehenden‘. Sie sind es, die Dich aus dem Takt bringen! Und wenn die Waagschale gerade schief hängt, dann atme durch, bewege Dich oder unterbrich diesen Moment mit irgend etwas, dass Dir hilft.

So schaffst Du es in den Zustand zu kommen, in dem die entgegengesetzt wirkenden Kräfte gleich stark sind. In Dir und um Dich herum: Geben und Nehmen, Festhalten und Loslassen, Kommen und Gehen…

„Gönne dich dir selbst!
Ich sage nicht: Tu das immer.
Aber ich sage: Tu es wieder einmal.
Sei wie für alle anderen Menschen auch für dich selbst da.

Bernhard von Clairvaux

Hygge… oder: Wie ein Hype entsteht

Meiner Meinung nach mit einem Quäntchen Glück und ganz viel Sehnsucht!

Im vorliegenden Beispiel sind dies die Sehnsucht nach:

  • einem Spieleabend mit guten Freunden, gerne auf einer Berghütte – nicht zwingend eingeschneit, aber unbedingt am Kamin.
  • einem Zuhause, das Dir Geborgenheit schenkt und Dir einen sicheren Rückzugsort bietet, weil die Einrichtung Dein Bedürfnis nach Lebensqualität spiegelt.
  • einem entspannenden Lesenachmittag in Deinem Ohrensessel oder auf der Couch, Deiner mit Kaffee, Tee oder Kakao gefüllten Lieblingstasse – gerne ungeschminkt und im Pyjama, begleitet von einem Stück Kuchen oder Schokolade.

Also genau all jene Zutaten, die es braucht, um Dich lächeln zu sehen. (Du darfst die Liste Deiner Sehnsüchte natürlich gerne beliebig in den Kommentaren ergänzen.)

Und was das Quäntchen Glück angeht, ist es wahrscheinlich doch eher ‚eine gehörige Portion‘ – mit ordentlich Nachschlag. Denn es bedarf des richtigen Zeitpunkts und eines empfangsbereiten Adressaten, genau dieses Gefühl -oft mittels eines Produkts- zu adressieren und damit treffsicher zu platzieren.

Es muss ankommen. Es muss gefallen und, ganz wichtig(!), es muss ganz viele Male und gerne auch grenzübergreifend verteilt werden. Letzteres geht ja heute ganz fix – wenn die hier oben genannten Gegebenheiten alle zusammenfinden.

Mit dem Charme des hyggeligen Lebensgefühls hat es jedenfalls geklappt.
Einzig, es wundert mich nicht. Denn wer genießt nicht gerne? Wer möchte dauerhaft auf ein Glücksgefühl oder Gemütlichkeit verzichten? Wen lassen Worte wie behaglich, wohlig oder kuschlig kalt?

Ganz das Gegenteil ist der Fall: Im Zeitgeist von Effizienz- und Umsatzsteigerung gönnen wir uns doch gerne mal was. Nicht nur am Wochenende oder im Urlaub, auch außerhalb des Budgets. Da kommen Kuscheln und Kredenzen mindestens so gut an wie Rückzug und Rotwein.

Hygge kam genau zur rechten Zeit zu uns, sonst wäre es ja nicht so erfolgreich und präsent. Mit Sicherheit ist es auch eine Zutat für das scheinbar fortwährend andauernde Glücksgefühl der Dänen – dies bescheinigt zumindest der World Happiness Report der UN!

Aber ein Dauer-Abo aufs Glück? Klingt zwar verlockend… aber so einfach ist es dann doch nicht. Da reichen ein paar Kerzen auf dem Fenstersims, ein Fell auf der Holzbank und eine Handvoll guter Freunde allein nicht aus, um aus Deinem Leben ein rundum zufriedenes und sorgenfreies zu machen.

Etwas mehr benötigt es dazu schon noch: Nämlich einen ausgewogenen Mix aus Gesundheit, Vertrauen, Freiheit, Ehrlichkeit sowie einer ausgleichenden Sozialpolitik. Eigenintiative kann sicher auch nicht schaden. Und natürlich ganz viel Meer!

Es ist also ein Rundum-Paket, was das Glückspotential auf einen hohen Posten hievt. Doch können die oben genannten Zutaten da gut unterstützen und sollten es auch. Ein bisschen Hygge tut doch allen gut.

Auch wenn keine Modeerscheinung, wie der Hype früher einmal hieß, ewig dauert.

Ungewöhnliches, Spektakuläres und Aufsehen erregendes werden Dir auch künftig neue Trends bescheren. Ob Du die Begeisterung für sie ungeprüft teilst oder auch ganz bewusst Abstand nimmst und Dich damit evtl. zum Außenseiter degradierst, bleibt Dir überlassen. Denn nicht alles, was plötzlich überall auftaucht, muss auch zu Dir passen… und vielleicht hast Du Dein Glück ja auch schon längst gefunden?

„Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
wäre auch nicht zufrieden, wenn er hätte, was er nicht hat.

Berthold Auerbach

Für mich jedenfalls ist Hygge einfach das dänische Wort für Lebensqualität – und das wird durch Vielerlei (durch uns selbst) bestimmt! Denn ob ich eine kuschelige Wolldecke oder einen gläsernen Couchtisch mit Chromfüßen für mein Wohlgefühl brauche, ist letzten Endes doch Geschmackssache.

Aber fest steht für mich auch: Dies ist endlich mal ein Hype, der auch mir gut gefällt – und der gerne etwas länger bleiben darf.

Unvorhergesehen

Unvorhergesehen ist dieser Beitrag, denn eigentlich wollt ich etwas ganz anderes schreiben. Über ein Ereignis, das durchaus möglich ist, aber nicht bedacht war. Vorhersehbar eben, aber doch nicht präsent.

Aber beim Schreiben des Titels ist mir dann aufgefallen, welch ein besonderes Wort das doch ist. Und darüber hinaus, wie viele schöne Worte oder wohlklingende Sätze unsere Sprache bietet und wie traurig es ist, dass viele davon fast in Vergessenheit geraten.

Fürderhin, welches zum Beispiel einen Zeitraum beschreibt oder „Schau, wie es sich an Dir ausnimmt“ für „Guck mal, wie es Dir steht.“

Ist schon ein Unterschied, oder? Ja, ich gebe es zu, ich bin gerne altmodisch – in manchen Dingen! Und das Pflegen von Traditionen finde ich nicht verstaubt, sondern beruhigend. Wenn sie nicht starr gehalten oder radikal gelebt werden. Dann nämlich kehrt sich das Wohltuende in Terror um und der ist ganz und gar nicht gewünscht!

Aber zurück zur Sprache. Wie viel „gender“ brauchen wir, liebe Leserin, lieber Leser? Oder doch lieber: liebe LeserInnen?

Leider weiß ich nicht mehr auf welchem Sender, aber diese Woche hörte ich einen Bericht zu diesem -für mich- absurden Thema: Es soll doch nun ein für alle Mal keine Geschlechterzuweisung mehr stattfinden!

DIE Lösung wäre nämlich einzig und allein die Substantivierung, mit der letztendlich aber wirklich auch dem/der/des Letzten Gerechtigkeit in der Ansprache widerfahren werde. Meinte dort jemand.

Ihr Lesenden 😉 da draußen, kann man unsere Sprache nicht einfach lassen wie sie ist? Wir sind (manchmal graut mir davor, dass romantische Poeten und intelligente Autoren aussterben werden) das Land der Dichter (über die Denker sprechen wir ein anders Mal) und das war und ist für mich als Bücherfan immer ein Schatz, eine Bereicherung, ein Geschenk gewesen.

Hat man nicht unlängst versucht, unsere Kindheit als roh und sittenwidrig zu denunzieren, indem alle Märchen, nicht nur die der Gebrüder Grimm, als brutal und nicht jugendfrei verachtet wurden? Hat es uns geschadet? Ich finde nicht, denn unser Leben findet weder im Bälleparadies noch in Watte gepackt statt.

Apropos, unser Bäcker hat Sonntags bis 11 Uhr auf, da lauf ich jetzt schnell hin und hole mir… na, was wohl? Genau! Ein ‚Mohrnkoppbreetsche‘ – ganz in hessisch und so wie früher!

 

Alles auf Anfang?

„Das Leben gleicht einer Reise, Silvester einem Meilenstein.

Theodor Fontante

Ein Jahr geht zu Ende und viele, Du vielleicht auch, sind bestrebt alles ganz neu anzugehen, alles anders zu machen, vieles zu lassen oder ganz neu zu beginnen.

Vielleicht ist es dieses Mal jedoch anders und Du möchtest einmal hinschauen, an was Du vielleicht genau so weiter festhalten willst? Die begonnene Handarbeit, das Fremdsprachen lernen, regelmäßige Auszeiten oder einfach den Luxus, Dir Zeit für Dich zu nehmen?

Was möchtest Du – ganz gewusst – ins neue Jahr mitnehmen? Was verdient es, weiterhin gehegt und gepflegt zu werden und Dich in 2018 immer wieder zu begeistern? Was hast Du dieses Jahr oder vor Jahren schon begonnen und wird Dich auch künftig begleiten?

Frage Dich, was das Eine ist, das Dich motiviert, mitreißt, Dich einfach zufriedener sein lässt und halte daran fest. Wenn es vielleicht auch nur ‚eine Kleinigkeit‘ sein sollte. Wichtig ist, was es bei Dir auslöst!

Denn nur weil der Jahresanfang vor der Tür steht, heißt das nicht, dass alles lieb  gewonnene sein Verfallsdatum erreicht hat!

Sicher wirst auch Du heute einen Rückblick wagen, Dir die vergangenen Monate ansehen und Dir Dein ganz eigenes Urteil bilden. Pflück Dir aus dem Strauss Deiner bunten Erinnerungen die heraus, die Dir ein warmes Gefühl schenken und nimm sie mit. Na, welche sind es?

Ich habe mit einer Neuauflage von StadtLandHund – Die Hundwerker einfach noch einmal ganz neu angefangen. In diesem Jahr! Ja, sogar erst im letzten Quartal. Man könnte auch „auf den letzten Drücker“ sagen, denn das war ein echter Sprint!

Richtig los geht es zwar erst im Januar und dennoch: Vieles ist geschehen, musste getan und entschieden werden. Und: Wir haben unser Ziel erreicht!

Dies war auch der Grund für meine Auszeit hier im blog. Kurz vor Weihnachten ging dann die Luft aus und ich habe mir eine echte Auszeit gegönnt: Viel Ruhe, lange Spaziergänge, gutes Essen, frische Luft und kein schlechtes Gewissen!

Und noch etwas habe ich getan: Mir angeschaut, was ich dieses Jahr gelernt habe:

  • an mich zu glauben! … und zu tun, was ich will und kann
  • mir Unterstützung zu holen! …weil ich gar nicht immer alles alleine machen muss
  • ein Visionboard zu machen!… und noch eins! … und noch eins! … und mich über die Geschenke zu freuen, die mich erwarten
  • meine Werte vornan- und meine persönlichen Spielregeln zu erstellen! …Was ist mir wirklich wichtig? Was möchte ich nicht mehr missen und was will ich gar nicht mehr?
  • klar und deutlich zu sagen, was ich will! … auch wenn die Aussicht auf Erfolg minimal erscheint
  • zu machen! … anstatt mich allein bei der Planung aufzuhalten. Und zwar jeden Tag – auch wenn es mal nur 1/2 Stunde war

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit mir und meinem Weg… und, natürlich klappt nicht alles, immer, sofort… aber mit ein bißchen Übung, Konsequenz und jeder Menge Leidenschaft, bin ich glücklich, wenn auch nicht perfekt 😉

Dir wünsche ich einen angenehmen und erkenntnisreichen Rückblick und einen wunderbaren Übergang in ein gesundes, friedvolles und für Dich erfüllendes neues Jahr!

Wir lesen uns im Neuen!

Allen gerecht werden?

Es gibt einfach Dinge, die Du nicht schaffst. Sei Dein Wille, Dein Gefühl, Dein Tun auch noch so stark, ehrenwert und ambitioniert.

Jedem zu gefallen, zum Beispiel.
Aber wer will das schon?

Oder einmal alle, wirklich alle (!) Dinge auf Deiner To Do-Liste abgehakt haben.
Illusorisch!

Mit allen einer Meinung sein
– um Gottes willen!

Und doch versuchst Du immer wieder, alles Mögliche zu schaffen. Irgendwie.

Selbst noch mit dem Kopf unter dem Arm, obwohl Du längst weißt, dass Dir eine Auszeit viel besser stehen würde. Aber jetzt aufgeben? Niemals.

Nicht von Deinem Vorhaben und erst recht nicht von Deinem Anspruch an Dich selbst.
Und erst die Außenwirkung!

Dabei ist der einzige Mensch, dem Du je gerecht werden solltest, Du selbst.

Was bringt es Dir, Erwartungen (anderer) zu erfüllen, die Dich auszehren? Weshalb an einem Thema festhalten, nur weil Du Unterstützung erfahren hast, mittlerweile aber gar nicht mehr dahinter stehst? Warum etwas tun, wozu Du gar keine Kraft mehr hast?

„Den Anforderungen des Lebens gerecht werden heißt auch,
kompromissbereit sein
.“

Dieter Gropp

Ich würde auch gerne jeden Tag hier meinen Beitrag schreiben. Weil ich es gerne tu, weil es mir Freude bereitet und weil es mir gut geht, beim Schreiben.

Momentan ist es aber zeitlich einfach nicht zu schaffen.

Das tut mir selbst leid, manchmal tu ich mir dabei sogar ein bißchen leid, denn mir fehlt dafür die Muße und gleichzeitig die Stille, die beim Schreiben herrscht.

Und doch gibt es derweil etwas, dessen Umsetzung mehr Aufmerksamkeit und Zeit fordert als ich zur Verfügung habe und nutzen kann. Da kommt der Kompromiss gerade recht: Schreiben, wenn ich es für mich brauche oder wenn ein wenig Luft im Alltag herrscht.

Allen gerecht werden kann ich damit nicht, das weiß ich. Mir aber schon, jedenfalls im Moment.

Lichtblick

Es gibt sie, diese Tage. Da streckt Dir das Leben fortwährend die Zunge raus und schreit förmlich und gefühlt auch in Großbuchstaben: „ÄTSCH! DRANGEKRIEGT! DU NICHT!“

Ganz egal, was Du anfängst, wie Du es anstellst oder womit Du Dich befasst: Nichts klappt. Schlimmer noch: Nicht nur, dass es nicht voran geht, nein, es türmen sich Widerstände ganz wie von Zauberhand. Blockaden wohin das Auge reicht.

Dabei haben wir nicht mal Freitag, den Dreizehnten! Es ist Montag, der Sechste. Und Deine Planung war perfekt. Dachtest Du. Aber es war eben ein Plan, der, das weißt Du längst, mit der Realität oft so viel zu tun hat, wie eine Kuh mit der Muskatreibe. Oder so.

Was lernst Du daraus?

  1. „Wenn denn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle…“ ist ein schöner Wunsch, dem das Leben doch ganz gerne mal ein Schnippchen schlägt.
    Also: Realistisch bleiben!
  2. Auch ohne Freitag den 13. kann das ein oder andere schiefgehen oder es lassen sich zumindest nicht all Deine Vorhaben so zielgenau verwirklichen.
    Deshalb: Zeitpuffer einplanen!
  3. Der Versuch, dann um jeden Preis noch ein Stück weiter zu kommen, macht Dich garantiert nicht fröhlich, sondern noch genervter.
    Besser: Stopp sagen, Pause einlegen und was ganz anderes machen

Und das alles hat nichts mit Kopf-in-den-Sand-stecken zu tun, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Du resignierst nicht, sondern nimmst einfach etwas Abstand, um wieder klare Gedanken fassen zu können.

Von einem Hügel aus lässt sich das Tal auch besser überschauen, als wenn Du Dich dort unten im Kessel befindest, stimmt’s?

Beschäftige Dich also mit etwas ganz anderem oder schau Dir bewusst überspitzt an, was da mit Anlauf daneben gegangen ist. Lache herzhaft darüber. Versuche, das Ganze als Komödie zu betrachten und Dich der komischen Seite hinzugeben.

Wetten, dass Dir mit ein wenig Ruhe etwas Angenehmes, Schönes, Besonderes begegnen oder auffallen wird? Etwas, womit Du nicht gerechnet hast oder dass Dir sonst nie eingefallen wäre?

Vielleicht kommt Dein Aha-Erlebnis nicht sofort, aber mit ein wenig Muße ganz sicher.

„Wenn ich die Möglichkeit bekäme,
der nächsten Generation ein Geschenk zu machen,
wäre es die Fähigkeit eines jeden über sich selbst zu lachen.“

Charles Monroe Schulz, Erfinder der „Peanuts“

Probiere es aus. Denn was kann jetzt noch schiefgehen?

Und dann kannst Du den Berg, der sich da vor Dir aufgetürmt hatte, viel entspannter abtragen. Vielleicht hilft Dir die neue Betrachtungsweise ja sogar, Deine Herausforderungen viel einfacher zu bewältigen?

Lass Dich durch kleine oder größere Rückschläge nicht aus der Ruhe bringen, sondern nutze die Herausforderung, etwas besseres umzusetzen, als Du es ursprünglich vor hattest.

 

Du weißt ja: Am Ende des Tunnels…

 

Adieu

Abschiede tun weh. Ganz besonders dann, wenn sie Dich unvorbereitet treffen, weil sie nicht Deinem Entschluss entspringen.

Doch wann immer etwas zu Ende geht, beginnt auch etwas Neues. Irgendwo habe ich einmal gelesen „Wenn etwas zerbricht, ist es vielleicht das Ende von etwas Falschem und der Beginn von etwas Richtigem.“

Doch auch wie die Sonnenblumen auf dem Bild verblüht sind, reifen zu deren Füßen bereits die Kürbisse und schenken dem Grau sowohl Farbe als auch neues Leben.

“Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann,
wenn sie vergeht.

Friedrich Hebbel

Verabschiede Dich deshalb dankbar und konsequent von denen, die Dich verlassen oder ausbremsen, aufhalten oder missachten und wende Dich all denen zu, die Dich beflügeln und leben lassen.

Lege Dein Augenmerk ganz bewusst auf die Menschen, die Dich umgeben wollen. Dass sie Dir gut tun merkst Du daran, dass es Dir mit ihnen gut geht.

Du musst Dich nicht verstellen, nicht versuchen, ihre Erwartungen zu erfüllen oder fremden Ansprüchen gerecht zu werden. Du darfst Du selbst sein.

Achte auf die Qualität Deiner Beziehungen.

Lebendige, leidenschaftliche und authentische Menschen sind gut für Dich! Solche, die Dich nehmen, wie Du bist – ohne Wenn und Aber.

Lass die anderen ziehen und werden Dir bewusst. mit wem Du mehr Zeit verbringen möchtest.

Und dann, tu es.

 

Von wegen Hokuspokus

Du hast immer nur einen bedingten Einfluss darauf, wie sich andere Dir gegenüber verhalten und doch geschieht viel mehr Gutes, wenn wir gute Gefühle aussenden.

Nein, die Welt kannst Du nicht ändern. Aber Dich!

Deine Gedanken, Deine Einstellung und Deine Reaktion auf die Gegebenheiten eines jeden Tages, ja sogar eines jeden Moments. Passend dazu hat mich dieser Satz heute regelrecht angelacht:

„Glück ist Talent für das Schicksal.“

Novalis

Glaube an gute Dinge und sie werden Dir widerfahren.
Erwartest Du Übles, wird sich auch das einstellen.
Allein beim Denken geht es schon los mit der Resonanz. Kannst Du Dir vorstellen, wie viel dann erst so ganz unbewusst ins Rollen gebracht wird?

Denn Talent ist die Chance, das auszubauen, was eh schon in Dir vorhanden ist!
Probiere es aus: Trainiere Deine positive Einstellung und erwarte nur das Beste. Und gib auch Dein Bestes, dann wirst Du Dich nämlich gleich besser fühlen.

Du hast es also letzten Endes selbst in der Hand. Heiße jederzeit das Gute mit offenen Armen willkommen.

Mach Dich nicht verrückt

Eine gesunde Portion Vorsicht ist immer gut, denn sie bewahrt Dich vor Gefahren. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen einer Sache, die Du angehen möchtest, hilft Dir, die Risiken abzuschätzen und nicht mit Anlauf eine Bruchlandung hinzulegen. Insbesondere, wenn es um Herzensdinge geht.

Aber alle Eventualitäten vorhersehen und diese dann noch ausschließen zu können ist schlicht und ergreifend nicht drin. Wie auch?

Und mal ehrlich: Würdest Du dann überhaupt noch etwas Neues wagen? Ein Projekt starten, einen fremden Urlaubsort aufsuchen oder ein unbekanntes Rezept ausprobieren?

Es werden sich immer mal wieder Hürden auftun, gerade dieses Überraschende macht den Weg doch so spannend! Was tust Du dann?

Nimmst Du Anlauf und wagst den mutigen Sprung hinüber? Oder lässt Du Dich zu Boden sinken und jammerst über den Berg, der sich vor Dir auftut?

Denk einmal darüber nach, wie Du im Alltag auf Unvorhergesehenes reagierst.

Einzig Dein Umgang mit dem, was da plötzlich auftaucht, macht den Unterschied! Flucht oder Angriff? Verzweiflung oder Herausforderung? Stachelt Dich die neue Ausgangslage an oder resignierst Du angesichts der sich ändernden Fakten?

Lass Dich nicht unterkriegen. Schau auf das, was Du schon erreicht hast und geh mutig der sich bietenden Chance entgegen. Mit Zuversicht und Selbstvertrauen.

„Die Kunst, ein Hindernis zu nehmen,
besteht oft darin, es nicht für ein solches zu halten.

Peter Sirius

Du kennst das sicher. Im Vorfeld hast Du vielleicht das Schlimmste befürchtet und dann… es lief wie am Schnürchen. Mehr noch, es haben sich Situationen ergeben, die Du so positiv gar nicht hättest planen können.

Obwohl Du einen Platten hattest und zu spät gekommen bist, die Unterlagen nicht vollständig waren oder das Wetter nicht mitgespielt hat. Oder vielleicht gerade deswegen?

Ganz egal, was passieren kann: Setze ein Lächeln auf, nutze die scheinbare Katastrophe dazu, Deine Kreativität wieder einmal auszuleben und sei Dir sicher, dass es genau so richtig ist, wie es jetzt ist!

Erkenntnis

Wenn Du etwas realisieren möchtest, kannst Du zwei Wege gehen: Du kannst dasitzen und hoffen, dass sich etwas ändert oder Du kannst aufstehen, losgehen und etwas dafür tun.

Nein, diese Erkenntnis ist es nicht, die mich diesen Artikel heute schreiben lässt, denn das wusstest Du ja eh schon.

Dann gibt es da aber auch noch all die Wunder, die geschehen, denn nicht immer kannst Du den nächsten Schritt konkret bestimmen. Was Du aber immer tun kannst ist, die Weichen zu stellen. Für all das, was dann von außen kommen kann, was dann erst möglich wird: Die vermeintlichen Zufälle, die Gückstreffer, die wunderbaren Chancen!

Das, was Dir passieren kann, wenn Du zulässt, dass Du scheitern könntest oder zufriedener leben oder einfach neuen Menschen zu begegnen und damit auch anderen Sichtweisen, Lebensmodellen und Erfahrungen.

„Das Maß der Freiheit hängt nicht davon ab,
was man uns erlaubt,
sondern was wir uns erlauben.

Gabriel Laub

In der letzten Woche durfte ich ganz wunderbare Menschen kennen lernen. An zwei verschiedenen Tagen, in unterschiedlichen Städten und bei völlig unabhängigen Veranstaltungen. Ein wahres Geschenk.

Und ’nur‘, weil ich mich darauf eingelassen habe. Ohne konkrete Erwartungen, ohne Vorbehalte, einfach mit einer gehörigen Portion Vertrauen und einem großen Paket an Neugier.

Es war erfüllend, sehr bereichernd und auch lehrreich. Wir sind in Kontakt und pflegen das zarte Pflänzchen der Annäherung. Was daraus wird? Wer weiß? Das werde ich erst erfahren, wenn ich den Weg weitergehe. Ich lass‘ es einfach mal zu.

Und Du? Was erlaubst Du Dir (noch nicht)?