Doppelt so glücklich…

… mit halb so viel Zeugs – ein Experiment.

Zuerst einmal wünsche ich Euch allen ein frohes Osterfest!

Ist Euch auch aufgefallen, dass die Geschenke zu Ostern immer größer werden? Haben wir uns damals über ein paar versteckte Schokoeier im Gras gefreut, muss es heute mindestens ein PC-Spiel oder ähnliches sein. Immer mehr und mehr. Konsum-Wahn? Oder die Suche nach etwas ganz anderem?

Um Konsum sollte es jedoch als letztes gehen, oder? Machst Du Dir noch bewusst, warum wir dieses Fest feiern? Nein, auch ich gehe nicht in die Kirche, aber es ist ein Fest der Freude und als letztes geht es ums (Ver)Brauchen.

Die Häschen auf dem Bild brauchen nicht viel. Einen sicheren Unterschlupf und einander. Natürlich ihre Beute zum Überleben und den schnellen Haken, um ihren Feinden zu entkommen.

Uns geht es ja genauso: Familie, Freunde, Haus und Auto. Lebensmittel natürlich auch. Aber der ganze Rest? All das, was wir anhäufen, sammeln, hinstellen oder -hängen.

Ich mag auch schöne Deko in Form von frischen Blumen, schönen Postkarten oder Bildern, Kerzenleuchtern und … genau – irgendwie nimmt’s kein Ende.

Ist Dir mal aufgefallen, dass Du immer die gleichen Klamotten trägst, während die andere Hälfte (und wahrscheinlich mehr als diese) den Kleiderschrank nur nett ausstaffiert? Dein „gutes“ Geschirr im Schrank bleibt, während Du immer nur das ‚Alltagsservice‘ nutzt? Wahrscheinlich könntest Du gar nicht alles aufzählen, was Du besitzt, stimmt’s?

Die Kisten im Keller mit den Sachen, die vielleicht mal irgendwann irgendwer gebrauchen kann. Die Kruschtelschublade in der Küche, wo alles reinwandert, was beim Saubermachen stört. Die vielen ungelesenen Bücher und Zeitschriften. Was fällt Dir noch ein?

Den Statistiken zufolge häufen wir ca. 10.000 Gegenstände an. Wenn dem wirklich so ist – und ich möchte gar nicht nachzählen – graust mich diese Zahl. Meine vollen Schränke übrigens auch. Obwohl ich regelmäßig ausmiste.

Ja, in der Tat, ich habe auch viele Schuhe (so ein Frauending 😉 ), aber Business-Look und Hundegassi bedürfen auch einer gewissen Auswahl, besonders bei solchem – und jetzt passt es endlich wieder – April-Wetter!

Und doch habe ich gerade 4 Paar Schuhe ausgemustert. Weil ich sie nicht trage. Weil sie Staub ansetzen und Putzen jetzt nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Kleiderkreisel ist da eine tolle Adresse, um mit Deiner Kleidung, Schmuck & sonstigen Accessoires, wie z.B. Handtaschen, jemand anderen glücklich zu machen.

Weil ich meinen Kram reduzieren möchte. Und zwar…um die Hälfte. Die Schuhe waren ein kleiner Anfang. Von der Hälfte bin ich weit entfernt, aber der erste Schritt ist getan.

Bücher kaufe ich auch nicht mehr… zumindest so lange, bis ich die geschätzten 90! (in Worten NEUNZIG), die derzeit meine beiden Regalbretter belagern, gelesen habe.

Von meiner schönen Weichholzvitrine werde ich mich auch verabschieden. Weil drei Küchenschränke mit Geschirr einfach mehr als genug sind.

„Ob`s mit der Reduzierung um die Hälfte klappt?“ seh‘ ich Dich schon zweifelnd fragen. Ich bin zuversichtlich. Denn allein, dass das Putzen dann künftig viel entspannter geht, wenn nicht überall was rumsteht, spornt mich an.

Also, ich lass dann mal los… und werde berichten, wie es sich anfühlt, mit dem Glücklichsein.

„Man soll weder annehmen, noch besitzen,
was man nicht wirklich zum Leben braucht.

Mahatma Gandhi

Ein Gedanke zu “Doppelt so glücklich…

  1. Pingback: lieber-gluecklich-als-perfekt

Kommentar verfassen