Schon wachgeküsst?

Der Frühling ist da! Zumindest nach dem astronomischen Kalender. Die Temperaturen lassen ja noch nicht so wirklich daran glauben, aber zumindest lacht die Sonne heute einmal!

Auch wenn es für den Liegestuhl definitiv noch zu frisch ist, Dein Garten, Balkon oder Hof lechzen nach Aufmerksamkeit. Alles signalisiert: Jetzt geht`s los.

Ob zartes Grün, erste Frühlingsblüher, die Sträucher oder der Rasen, auf Dich wartet damit jede Arbeit… Mach aber jetzt nicht den Fehler blind loszulegen, um dem Wintermief schnellstmöglich den Garaus zu machen.

Wie wäre es stattdessen mit einer schönen Tasse Kaffee und warm eingepackt mit einem Rundgang durch Dein grünes Reich? Dabei stellst Du Dir die Frage: Was soll Dein diesjähriges Gartenmotto werden? Halt die Augen offen und lass Dich inspirieren.

Willst Du komplett umgestalten? Das aufwendige Beet gegen einen pflegeleichten Steingarten austauschen? Eine Sichtschutzhecke pflanzen? Den Rasen, der derzeit mehr eine Viehweise gleicht, komplett erneuern oder ihm zumindest eine Frischekur gönnen? Oder endlich mehr Insekten anlocken?

Für was willst Du (künftig) Dein Freiluftterrain nutzen? Zum Spielen, Feiern oder Faulenzen? Wo sollen die Gartenmöbel hin? Wie viele Sitzplätze möchtest Du einrichten – und wo?

Ja, ja, die Sonnenstrahlen verleiten geradezu zum Aufbruch und Loslegen, aber geh es langsam an und denk auch an die tierischen Besucher, die sich an Deinem Grün erfreuen möchten.

Wenn Du weißt, was Dein grünes Zimmer bieten soll, dann kannst Du auch anfangen – mit dem Frühjahrsschnitt, dem Vertikutieren, Ausdünnen, Pflanzen oder Einsäen.

Mach Dich mit Freude an die Arbeit und genieße dann in den kommenden Monaten das, was die Natur Dir zurückgeben wird.

„Das Geheimnis ist nicht, den Schmetterlingen hinterherzujagen,
es geht darum, den eigenen Garten zu pflegen,
damit sie von allein zu Dir kommen.“

Mario Quintana

 

Alle Zeit der Welt

„Ich habe Zeit,
wie denn jedermann Zeit hat,
wenn er nur will.

Seneca

Die Frage ist nicht, ob Du Zeit hast. Die Frage ist: Nimmst Du sie Dir? Für das, was Dir wichtig ist – für Dich selbst, Deine Liebsten, Deine Hobbies und Interessen, Deine Aufgaben und Projekte. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen, sondern voller Lust und mit Freude.

Ob Du den Tag lesend auf dem Sofa abhängst oder Deine Doktorarbeit schreibst, ob Du zwei Stunden mit Deiner besten Freundin telefonierst oder ehrenamtlich unterwegs bist, letzten Endes entscheidest Du allein, wie Dein Tag verläuft und was Du umsetzen wirst oder eben sein lässt – allen Alltagsgegebenheiten zum Trotz!

(Frei)Zeit ist kein Luxus, sondern ein Geschenk. Noch dazu ein ganz besonderes, das richtig zu nutzen, seinen wahren Wert ausmacht.

Denn wie schnell ist ein einziger Tag vorbei!

Ist Dir so richtig bewusst, mit was Du Deine täglichen 24 Stunden verbringst? Neben Schlafen und Arbeiten? Heute zum Beispiel: Was hast Du alles getan? Was bewusst gelassen? Was hast Du noch vor und was davon ist unnütz?

Zeit ist, neben Deiner Gesundheit, ein Gut, auf das Du mit Deiner Aufmerksamkeit, Deinen Entscheidungen und Deinem Verhalten ganz bewusst Einfluss nehmen kannst.

Also mach das für Dich Beste draus!

Unvorhergesehen

Unvorhergesehen ist dieser Beitrag, denn eigentlich wollt ich etwas ganz anderes schreiben. Über ein Ereignis, das durchaus möglich ist, aber nicht bedacht war. Vorhersehbar eben, aber doch nicht präsent.

Aber beim Schreiben des Titels ist mir dann aufgefallen, welch ein besonderes Wort das doch ist. Und darüber hinaus, wie viele schöne Worte oder wohlklingende Sätze unsere Sprache bietet und wie traurig es ist, dass viele davon fast in Vergessenheit geraten.

Fürderhin, welches zum Beispiel einen Zeitraum beschreibt oder „Schau, wie es sich an Dir ausnimmt“ für „Guck mal, wie es Dir steht.“

Ist schon ein Unterschied, oder? Ja, ich gebe es zu, ich bin gerne altmodisch – in manchen Dingen! Und das Pflegen von Traditionen finde ich nicht verstaubt, sondern beruhigend. Wenn sie nicht starr gehalten oder radikal gelebt werden. Dann nämlich kehrt sich das Wohltuende in Terror um und der ist ganz und gar nicht gewünscht!

Aber zurück zur Sprache. Wie viel „gender“ brauchen wir, liebe Leserin, lieber Leser? Oder doch lieber: liebe LeserInnen?

Leider weiß ich nicht mehr auf welchem Sender, aber diese Woche hörte ich einen Bericht zu diesem -für mich- absurden Thema: Es soll doch nun ein für alle Mal keine Geschlechterzuweisung mehr stattfinden!

DIE Lösung wäre nämlich einzig und allein die Substantivierung, mit der letztendlich aber wirklich auch dem/der/des Letzten Gerechtigkeit in der Ansprache widerfahren werde. Meinte dort jemand.

Ihr Lesenden 😉 da draußen, kann man unsere Sprache nicht einfach lassen wie sie ist? Wir sind (manchmal graut mir davor, dass romantische Poeten und intelligente Autoren aussterben werden) das Land der Dichter (über die Denker sprechen wir ein anders Mal) und das war und ist für mich als Bücherfan immer ein Schatz, eine Bereicherung, ein Geschenk gewesen.

Hat man nicht unlängst versucht, unsere Kindheit als roh und sittenwidrig zu denunzieren, indem alle Märchen, nicht nur die der Gebrüder Grimm, als brutal und nicht jugendfrei verachtet wurden? Hat es uns geschadet? Ich finde nicht, denn unser Leben findet weder im Bälleparadies noch in Watte gepackt statt.

Apropos, unser Bäcker hat Sonntags bis 11 Uhr auf, da lauf ich jetzt schnell hin und hole mir… na, was wohl? Genau! Ein ‚Mohrnkoppbreetsche‘ – ganz in hessisch und so wie früher!