Der Zeit voraus?

Ein klassischer Herbsttag: frisch, usselig, grau. Als wir heute morgen los gelaufen sind, waren es ganze 9 Grad. Celsius. Plus! Dazu noch nicht einmal wirklich hell.

Hell ist es jetzt übrigens immer noch nicht. Wird es wohl heute auch hier nicht mehr. Es braucht schon eine angenehme Beleuchtung, um nicht dem Gedanken anheim zufallen, sich wieder hinzulegen. Obwohl, für ein Mittagsschläfchen wäre es ja zeitlich jetzt ausgesprochen passend 😉

Statt dessen habe ich das Laub gerecht. Danach entspannt gefrühstückt und, huch, beim Blick auf den Kalender wieder einmal festgestellt, dass das Jahr viel zu schnell entschwunden ist und in knapp zwei Monaten tatsächlich Weihnachten direkt vor der Tür steht.

Gutes Stichwort! Wie sehen denn Deine Vorbereitungen aus? Bisschen früh, meinst Du? Zurecht! Denke trotzdem daran: Am 24. die Geschenke besorgen, fällt dieses Mal aus, weil der Heiligabend auf einen Sonntag fällt.

Statt dessen könntest Du aber schon einmal – in sechs Wochen ist schließlich der erste Advent – Deine ganzen Feiertags-Utensilien und Jahreszeiten-Dekoartikel sichten, so wie ich heute. Dabei ging es mir gar nicht darum, für ‚Oh du fröhliche‘ rechtzeitig dran zu sein, sondern all das zusammen zu packen, was ich nächsten Sonntag mit auf den Flohmarkt nehmen möchte. Zum Verkaufen! Sonst genieße ich ja lieber das gepflegte Trödeln als Kunde.

Doch so wie sich das ganze Jahr über Ideen, Gedanken, Sorgen oder Überlegungen im Kopf ansammeln, gibt es auch ganz viele Dinge, die Du nicht mehr benötigst, Deinem Geschmack entwachsen sind oder irgendwann einmal angeschafft und dann doch nie benutzt wurden.

Welch unnötigen Ballast hast Du in Deinem Leben angesammelt? Wie viel unnützes Zeugs angehäuft? Na, kannst Du alles spontan aufzählen? Hast Du Deine Krims-Krams-Ecken im Griff?

Befreie Dich von all den Dingen, die Du nicht brauchst und an denen Dein Herz nicht wahrhaft hängt. Miste alles aus, was Dich aufhält, aber nicht mehr zu Dir passt, vielleicht nie gepasst hat…

Denn auch Dinge, die Du nicht liebst, fordern Deine Aufmerksamkeit, wenn auch unbewusst. Mach Platz für das, womit Du Dich umgeben, Dich zeigen, Zeit verbringen willst. Neue Energie kann nur sprudeln, wenn sie nicht von vorne herein für anderes verbraucht wird. Und die Zeit, die Dir wichtig ist, kannst Du weder aufsparen noch festhalten. Es zählt immer nur das Jetzt!

Richte Dein Augenmerk deshalb auf das, was Dir gefällt, Dir wichtig ist und Dir gut tut. In jedem Augenblick.

“Wenn ein Stein im Schuh drückt,
kann man beim Laufen nicht in die Sterne schauen.

chinesisches Sprichwort

Und das wäre doch schade. Gerade derzeit, wo so viele Sternschnuppen unterwegs sind… Deren Anblick lässt sich auch nicht auf später verschieben.

Anstatt

Raus aus der Routine! Das könnte Dein Motto für das Wochenende sein.

Denn die Tage verbringst Du automatisch mit all den kleinen und großen (selbst) auferlegten Aufgaben und Pflichten.

Natürlich wirst Du jetzt einwenden, dass Dies und Jenes ja getan werden muss, weil… warum auch immer.

Nur, musst Du das alles wirklich auf einmal tun? Und muss es genau so sein? Oder gibt’s da doch einiges an Spielraum?

😉 Anstatt die schnelle Dusche am Morgen, genieße ein wohliges Bad bei Sonnenaufgang.

😉 Anstatt heute beim Einkauf den Automatismus bei der Auswahl der Lebensmittel führen zu lassen, entscheide nach Lust und Appetit und Jahreszeit.

😉 Anstatt ständig nach Optimierungen zu suchen, lob Dich doch einmal selbst und sei stolz auf Dich, Dein Äußeres, Deine Leistungen.

😉 Anstatt durch den Tag zu hetzen, gehe alles ganz entspannt und in Ruhe an.

😉 Anstatt nur die Anderen mit Aufmerksamkeiten zu bedenken , gönne Dir selbst einen wunderschönen Blumenstrauß.

😉 Anstatt heute alle Fenster auf einmal zu putzen, vertage die Hälfte auf nächste Woche und gönne Dir nach der Halbzeit ein Mittagsschläfchen.

😉 Anstatt die To Do Liste ständig zu erweitern, schreib doch einfach mal auf, was Du schon alles geschafft hast!

😉 Anstatt Deinen Kaffee „to go“ zu konsumieren, setz Dich doch mal wieder für ein Stündchen in Dein Lieblingscafé.

😉 Anstatt den Abend vor dem Fernseher zu verbringen, geh mal wieder Tanzen oder ins Theater oder ins Kino oder…

😉 Anstatt…

Genieße dieses Wochenende auf Deine eigene Weise und feiere einfach all das Gute, das Dich umgibt. Nutze kleine Fluchten als Dein persönliches Wohlfühlprogramm: Alles kann, nichts muss.

Sieh doch nur

Die Farben des Herbstes. Eine Augenweide. Streicheleinheiten für die Seele. Obwohl es draußen nieselt. Ganz zart nur. Doch ganz langsam lässt sich die Sonne hinter dem Wolkenband erahnen – auch wenn Du sie nicht sehen kannst.

Dafür die Blätter, die der Herbst den Bäumen abtrotzt und die nun im Wind tanzen und ihre Reise aufnehmen.

Und eine Katze, vielleicht auch ein Kater, die auf Nachbars Grundstück umherschleicht, während das Rotkehlchen im Gras sich auf die rettende Weinranke emporschwingt.

Wunderschön!

Was entdeckst Du noch alles um Dich herum? Was lohnt es zu betrachten, zu bestaunen, zu bewundern?

Du meinst, Du kennst eh schon alles. Dann halte bewusst inne.

“Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen,
deshalb erkennen wir so wenig.

Jean Gino

Was nimmst Du den Tag über wirklich wahr? Was erkennst, was siehst Du?

Erinnerst Du Dich am Abend noch an die Kleidung Deiner Kollegen?
Wie war der Mittagstisch dekoriert, wie die Beilagen auf Deinem Teller angerichtet?
An wie vielen Gärten bist Du auf Deinem Weg vorbeigekommen? Welchen lohnt es sich, noch einmal ganz in Ruhe anzusehen?

Bist Du Dir der vielfältigen und oft unwiederholbaren Bilder bewusst? Schaffst Du es, Dir die schönsten zu merken? Sie vielleicht für trübe Zeiten abzuspeichern und dann hervorzuholen?

Richte Deinen Blick heute vorsätzlich und absichtlich auf das, was Dir vor die Augen kommt und was Du an Schönem mitnehmen darfst. Du wirst erstaunt sein, was Du alles (neues) entdecken kannst.

Adieu

Abschiede tun weh. Ganz besonders dann, wenn sie Dich unvorbereitet treffen, weil sie nicht Deinem Entschluss entspringen.

Doch wann immer etwas zu Ende geht, beginnt auch etwas Neues. Irgendwo habe ich einmal gelesen „Wenn etwas zerbricht, ist es vielleicht das Ende von etwas Falschem und der Beginn von etwas Richtigem.“

Doch auch wie die Sonnenblumen auf dem Bild verblüht sind, reifen zu deren Füßen bereits die Kürbisse und schenken dem Grau sowohl Farbe als auch neues Leben.

“Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann,
wenn sie vergeht.

Friedrich Hebbel

Verabschiede Dich deshalb dankbar und konsequent von denen, die Dich verlassen oder ausbremsen, aufhalten oder missachten und wende Dich all denen zu, die Dich beflügeln und leben lassen.

Lege Dein Augenmerk ganz bewusst auf die Menschen, die Dich umgeben wollen. Dass sie Dir gut tun merkst Du daran, dass es Dir mit ihnen gut geht.

Du musst Dich nicht verstellen, nicht versuchen, ihre Erwartungen zu erfüllen oder fremden Ansprüchen gerecht zu werden. Du darfst Du selbst sein.

Achte auf die Qualität Deiner Beziehungen.

Lebendige, leidenschaftliche und authentische Menschen sind gut für Dich! Solche, die Dich nehmen, wie Du bist – ohne Wenn und Aber.

Lass die anderen ziehen und werden Dir bewusst. mit wem Du mehr Zeit verbringen möchtest.

Und dann, tu es.

 

Von wegen Hokuspokus

Du hast immer nur einen bedingten Einfluss darauf, wie sich andere Dir gegenüber verhalten und doch geschieht viel mehr Gutes, wenn wir gute Gefühle aussenden.

Nein, die Welt kannst Du nicht ändern. Aber Dich!

Deine Gedanken, Deine Einstellung und Deine Reaktion auf die Gegebenheiten eines jeden Tages, ja sogar eines jeden Moments. Passend dazu hat mich dieser Satz heute regelrecht angelacht:

„Glück ist Talent für das Schicksal.“

Novalis

Glaube an gute Dinge und sie werden Dir widerfahren.
Erwartest Du Übles, wird sich auch das einstellen.
Allein beim Denken geht es schon los mit der Resonanz. Kannst Du Dir vorstellen, wie viel dann erst so ganz unbewusst ins Rollen gebracht wird?

Denn Talent ist die Chance, das auszubauen, was eh schon in Dir vorhanden ist!
Probiere es aus: Trainiere Deine positive Einstellung und erwarte nur das Beste. Und gib auch Dein Bestes, dann wirst Du Dich nämlich gleich besser fühlen.

Du hast es also letzten Endes selbst in der Hand. Heiße jederzeit das Gute mit offenen Armen willkommen.

Offenbarung

Wann hast Du Dich entschieden -bewusst oder unbewusst- Dich mehr auf das Gewohnte zu verlassen, als Deinen Träumen zu folgen?

Erinnerst Du Dich? Dein Wortschatz kannte kein ‚alternativlos‘, ‚unmöglich‘ oder jede Form von ‚zu …‘ (zu jung, zu unerfahren, zu unsicher)! Im Gegenteil: Je ambitionierter ein Ziel scheint, desto eher hat es Dich gelockt und motiviert.

‚Risiko‘ war für Dich kein Begriff für Unsicherheit, sondern eine herzliche Einladung, das zu tun, was Du tun möchtest und immer noch einen Schritt weiter zu gehen. Mindestens.

Weshalb hast Du mit diesem Denken aufgehört?

Weil Du nicht mehr loslassen möchtest, was Du glaubst endlos festhalten zu können? Weil Du den Komfort, den Du Dir durch den aufgebauten Lebensstil leisten kannst, lieber gar nicht erst in Frage stellst?
Weil Du Deine Werte schön flexibel den Gegebenheiten anpasst, anstatt andersrum?
Oder wird Dir erst jetzt bewusst, dass Du immer öfter „auf Nummer Sicher“ gehst, anstatt Deinem Bauchgefühl zu folgen?

Das sagt Dir nämlich schon lange, dass die Komfortzone sehr wohl einen Ausgang hat und Langeweile und Lethargie nicht unweigerlich Einzug halten müssen.

Aber…!

Ja, die vielen Aber’s, die schon ganz selbstverständlich auftauchen und Dir den Elan rauben. Die Kraft für all das, was Du planst, tun möchtest, von dem Du träumst – das Du aber nach all Deinen Plänen und Vorbereitungen noch immer nicht angegangen bist.

„Das Verlangen nach Sicherheit bringt Trägheit hervor,
es macht das Geist-Herz unflexibel und dumpf,
es verhindert, dass wir offen für die Wirklichkeit sind.
Die Wahrheit offenbart sich nur in großer Unsicherheit.

Jiddu Krishnamurti

Warte nicht, bis Du so weit bist, dass Du gar nicht mehr anders kannst, als den Notausgang zu wählen und packe lieber jetzt an, was Dich bewegt.

Denn wer, außer Dir selbst, hindert Dich daran?

 

Mach Dich nicht verrückt

Eine gesunde Portion Vorsicht ist immer gut, denn sie bewahrt Dich vor Gefahren. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen einer Sache, die Du angehen möchtest, hilft Dir, die Risiken abzuschätzen und nicht mit Anlauf eine Bruchlandung hinzulegen. Insbesondere, wenn es um Herzensdinge geht.

Aber alle Eventualitäten vorhersehen und diese dann noch ausschließen zu können ist schlicht und ergreifend nicht drin. Wie auch?

Und mal ehrlich: Würdest Du dann überhaupt noch etwas Neues wagen? Ein Projekt starten, einen fremden Urlaubsort aufsuchen oder ein unbekanntes Rezept ausprobieren?

Es werden sich immer mal wieder Hürden auftun, gerade dieses Überraschende macht den Weg doch so spannend! Was tust Du dann?

Nimmst Du Anlauf und wagst den mutigen Sprung hinüber? Oder lässt Du Dich zu Boden sinken und jammerst über den Berg, der sich vor Dir auftut?

Denk einmal darüber nach, wie Du im Alltag auf Unvorhergesehenes reagierst.

Einzig Dein Umgang mit dem, was da plötzlich auftaucht, macht den Unterschied! Flucht oder Angriff? Verzweiflung oder Herausforderung? Stachelt Dich die neue Ausgangslage an oder resignierst Du angesichts der sich ändernden Fakten?

Lass Dich nicht unterkriegen. Schau auf das, was Du schon erreicht hast und geh mutig der sich bietenden Chance entgegen. Mit Zuversicht und Selbstvertrauen.

„Die Kunst, ein Hindernis zu nehmen,
besteht oft darin, es nicht für ein solches zu halten.

Peter Sirius

Du kennst das sicher. Im Vorfeld hast Du vielleicht das Schlimmste befürchtet und dann… es lief wie am Schnürchen. Mehr noch, es haben sich Situationen ergeben, die Du so positiv gar nicht hättest planen können.

Obwohl Du einen Platten hattest und zu spät gekommen bist, die Unterlagen nicht vollständig waren oder das Wetter nicht mitgespielt hat. Oder vielleicht gerade deswegen?

Ganz egal, was passieren kann: Setze ein Lächeln auf, nutze die scheinbare Katastrophe dazu, Deine Kreativität wieder einmal auszuleben und sei Dir sicher, dass es genau so richtig ist, wie es jetzt ist!

Deine bunte Welt

Persönlichkeit. Individualität. Authentizität. Starke Worte mit kraftvollen Aussagen. Kannst Du sie spüren?

Und wie wohl fühlst Du Dich in Deiner Haut? Wie viel von dem, was Du bist, lebst Du aus? Schräge Klamotten? Unkonventioneller Arbeitsstil? Außergewöhnliches Hobby?

Was tust oder unterlässt Du, um zufrieden mit Dir selbst und Deinem Leben zu sein? Magst Du Dich so, wie Du bist? Akzeptierst Du auch Deine Schwächen? Übernimmst Du die volle Verantwortung für Dein Sein?

Fremde Federn stehen Dir nämlich nicht! Und etwas so zu tun, wie andere es tun oder es überhaupt zu machen, weil es alle so machen: Wie sehr musst Du Dich dann verbiegen, nur um zu gefallen? Den Anderen!

Aber was ist mit Dir?

Es bringt nichts, wenn Du Dich verstellst oder vorgibst, ein anderer zu sein. Im Gegenteil: es macht Druck und bereitet Angst, vor allem aber wirst Du Dich unwohl fühlen, weil es ständig irgendwo zwickt.

Vielleicht empfindest Du es ja eine Zeit lang bequemer mit dem Strom zu schwimmen, doch wie schaffst Du es dann Deine Ideen zu unterdrücken? Deine Kraft einzudämmen? Dich bei Diskussionen zurück- oder ganz rauszuhalten? Vermisst Du nicht all die Querdenker, die Neues erst möglich machen?

Wie grau wird Dein Alltag, wenn Geschmacksache nur noch Einheitsbrei ist und es kein buntes Durcheinander mehr gibt?

„Die Vielfalt der Unterschiede freudig zu akzeptieren,
darin liegt der wahre Reichtum.

Tschuang Tse

Wäre es nicht ein Verlust, wenn Alles und Alle gleich wären? Halte deshalb fest an Deinem Anders-Sein oder trau Dich endlich, Deinen Gefühlen mehr zu folgen, als es Dein Kopf zulassen möchte.

Mach alles, was Du tust, auf Deine besondere Art. Lebe Deine Persönlichkeit, lass los, was Dir im Weg steht oder Du nicht ändern kannst und wende Dich den Menschen und Aufgaben zu, die Dich inspirieren und Dich so sein lassen, wie Du bist.

Steh mutig zu Dir als Original, denn um liebenswert und glücklich zu sein, musst Du nicht perfekt, sonder nur Du selbst sein 😉