Hör mal

Bereits 300 Jahre vor Christi Geburt war sich Zenon von Kition über Folgendes im Klaren:

Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben,
was daraufhin deutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollen.“

Ein ambitioniertes Vorhaben in unserer lauten und schnellen Welt, in der ein Jeder meint sich mit immer wilderen Äußerungen Gehör verschaffen zu müssen.

Aber wer hört noch hin? Was nutzt das Äußern und Tönen, wenn keiner mehr aufhorcht?

Ganz im Ernst: Hast Du heute Morgen nach dem Aufstehen Deinen Kindern zugehört, was sie heute Nacht geträumt haben? Deinem Partner gelauscht, welche Aufgabe er heute bewältigen muss oder möchte? Bist Du immer aufmerksam „dabei“ wenn Kollegen und Freunde sprechen, sich äußern? Bekommst Du wirklich mit, was um Dich herum gesagt wird?

Oder neigst Du eher dazu, selbst das Wort zu übernehmen, das Gespräch zu führen? Vielleicht bist Du aber auch eher der Moderator, der das Gespräch leitet und es sogar schafft, allen Parteien Gehör zu schenken?

Nutze die kommenden Tage einmal zum bewussten Zurückfahren Deiner Wortmaschinerie und höre stattdessen hin, wenn Dir jemand Vertrauen entgegenbringt, indem er seinen Unmut äußert. Höre zu, wenn sich Mitmenschen für Deine Leistungen bedanken und nimm dies auch an. Schenke einem Mitarbeiter Deine Aufmerksamkeit, wenn er sein Herz ausschütten möchte und sich bei Dir Gehör verspricht.

Lausche darüber hinaus auch einmal ganz bewusst in die Stille hinein und Du wirst Dich glücklich schätzen, dem Lautstärkepegel um Dich herum einmal entkommen zu sein.

Probiere es aus und höre ganz genau hin.

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