Schon wieder Montag?

Montagmorgen und die Woche nimmt kein Ende?

Falsch!

Denn der Montagmorgen ist ein wunderbarer Zeitpunkt, Pläne zu machen, mit Schwung und Elan die anstehenden Themen anzugehen und sich auf das zu freuen, was vor Dir liegt!

Was hast Du diese Woche alles vor? Ein Projekt abschließen? Oder ein neues beginnen?
Lass Dein Leben nicht einfach an Dir vorbeiziehen und Dich von Vorgaben anderer steuern, sondern gestalte es selbst.

Was steht schon lange auf Deiner Liste, was Du unbedingt machen müsstest, machen wolltest?

“Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun!

Johann Wolfgang von Goethe

Tu es endlich! Wenn nicht jetzt, wann dann? Fang an. Schreib auf, was Dir zu Deinem Vorhaben einfällt: Was benötigst Du ? Wer kann Dich unterstützen? Wie viel Zeit benötigst Du zur Umsetzung?

Feier doch einfach jeden Wochenbeginn und den Start Deiner persönlichen Aufgaben 🙂

Was, wenn es kein Morgen gibt?

Hast Du diesen sonnigen Sonntag rundum genossen und Dich von Herzen gefreut?

Über die Libelle, die Du am Bach gesehen hast?
Die Idee, die Dir scheinbar ganz spontan zugeflogen ist?
Das Brötchen auf Deinem Frühstücksteller?

Hast Du heute etwas getan, was Dir ganz persönlich gut tut und Dich jetzt noch strahlen lässt?

Lachen
Lieben
Spielen
Singen
Tanzen
Feiern

Worauf wartest Du eigentlich noch?

Niemand kann die Zeit anhalten oder gar konservieren.

Irgendwann wird es dieses „morgen“ nicht mehr geben…

Leben ist jetzt, ist heute und dieser Sonntag ist noch lang. Was holst Du jetzt gleich nach?

„Wer sich heute freuen kann, der warte nicht bis morgen!

Heinrich Pestalozzi

 

Orientierung

Unzählige Wege gehst Du im Laufe Deines Daseins: Die geraden, die ansteigenden, die weichen und die steinigen.

Ob Feldweg, Allee oder Sackgasse. Ob Zieleinlauf, Umkehr oder Abzweig.
Du kannst promenieren, wandern oder eilen. Alleine, zu zweit oder in der Gruppe.

Wie das Ziel bis ins kleinste Detail aussieht ist beim Losgehen immer offen. Ob Du es wirklich erreichst bleibt bis zuletzt Deine Hoffnung, die Erlebnisse unterwegs aber kann Dir keiner nehmen. Und jedes einzelne davon ist ein wertvolles Geschenk.

Um dies jedoch zu erleben, ist allein wichtig, dass Du losgehst. Deinen Träumen folgst, Deinen Visionen überhaupt die Möglichkeit gibst, Realität zu werden.

Auch wenn Wünsche sich nicht immer sofort erfüllen lassen, sich eine vermeintliche Abkürzung als Umweg entpuppt und sich Deine Erfahrungsschatzkiste schneller füllt, als Dir lieb ist: Keine einzelne Verzögerung ist vertane Zeit. Mitnichten. Oft erfährst Du gerade auf Abwegen die größte Bereicherung…

Lass Dich deshalb auf Deiner Lebensstraße auch nicht von Baustellen entmutigen. Denn Dein Weg führt zum Ziel.

“Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten.
Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen.

Paulo Coelho aus ‚Auf dem Jakobsweg‘

Geplatzt

Wenn Du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, fühlst Du Dich hilflos, verloren, vielleicht sogar unfähig.

Du drehst Dich im Kreis und dümpelst auf der Stelle – obwohl Du machst und tust, Neues ausprobierst und Dich anstrengst.

Nichts. Aber auch gar nichts will sich bewegen.

Deine Anstrengungen verpuffen im Nirgendwo, der Frustpegel steigt und Du fühlst Dich mit jeder Deiner Bemühungen noch ein bisschen mieser.

Alle anderen bekommen davon nichts mit, im Gegenteil, sie halten Dich für das Energiebündel schlechthin. Eben weil Du machst und tust.

Aber vielleicht ist genau dies der Zeitpunkt, an dem Du einmal die Bremse ziehen und innehalten solltest:

Vielleicht weißt Du noch gar nicht so recht, wo es hingehen soll.
Du bist unsicher, weil Du Dein Ziel nicht so recht greifen kannst oder Dein vermeintlicher Weg sich gar nicht so „richtig“, so wirklich echt anfühlt.
Oder Du Dich schlicht verausgabt hast.

Jetzt ist die Zeit gekommen, Dich zurückzulehnen und eine Pause zu machen. Zu schlendern anstatt zu rennen. Oder Dich einfach ins Gras zu setzen und sämtliche Aktivitäten einzustellen.

Sei mutig und tu mal gar nix! Starre Löcher in die Luft oder mach die Augen zu. Stell Deine Ohren auf Durchzug und Deinen Verstand auf Pause.

Oder mach etwas, das Dir richtig gut tut: ab in die Sauna oder ins Café. Mit einem großen Stück Torte wird vieles entspannter… Lass einen Drachen steigen oder bunte Luftballons.

Mach was Du willst, aber nichts von dem, was Du Dir so angestrengt vorgenommen hast.

Und zack: irgendwann platzt er, der Knoten und die Lösung präsentiert sich mühelos. Vertraue!

Lösungen für die Zukunft finden Sie nicht dort, wo Sie bisher gewohnt waren sie zu suchen, sondern in der Stille.

Gabriele Wackerbauer

 

 

Am Meer

Ach ja, wie schön wäre es doch, das Meer direkt vor der Haustür zu haben!
Hast Du Dir das auch schon so manches Mal gedacht?

Gut viereinhalb Stunden Autofahrt sind jetzt auch nicht unüberwindbar, aber eben nicht, so wie im Urlaub, zu Fuß erreichbar.

Denn ich bin ein Wasserfan! Richtung Strand und Dünen schlendern, die scheinbar endlose Weite genießen, den Wellen lauschen und einfach Sein.

Cut.

Gestern war Samstag. Es sollte wieder richtig heiß und schwül werden. Deshalb ging es auch schon am frühen Morgen zur großen Gassirunde in den nahe gelegenen Wald. Danach ein gemütliches Frühstück, dann Hausarbeit. Und zur Belohnung eine gemütliche Leserunde im Garten, denn der neue Schmöker wartet schon seit letzten Monat auf mich.

Soweit der Plan.

Das Frühstück war lecker und danach habe ich mich direkt an die Arbeit gemacht. Die Böden gesaugt, die Läufer zum Lüften rausgehängt und alles vom Boden weggeräumt, damit es mit dem Wischen auch ganz fix geht.

Aber was war das? Flecken an der Küchenwand? Verfärbungen, die mit Sicherheit vor zwei Monaten nicht dort waren, denn da habe ich umgeräumt. Hmmm. Auf der anderen Seite der Küche ist der Heizungsraum…

Und so schön es auch ist, an einem heißen Tag eine Erfrischung zu erhalten, doch bitte nicht innerhalb des Hauses, solange kein Pool installiert ist 😉 Denn was da ganz genüsslich aus dem Rohr, die Wand entlang und dann auf den Boden tropfte, war Heizungswasser.

Panik! Frust! Und nur ein Gedanke: Sch…!

Zum Glück habe ich den Sanitärmenschen erwischt, der eine halbe Stunde später auf der Matte stand, erst einmal meinen ganz persönlichen Wasserfall eindämmte und mir erklärte, was da nun alles auf mich zukommt. So mit Heizungsaustausch, Wand trockenlegen u.s.w.

Wir haben auf den Schreck erst einmal einen Kaffee getrunken, uns über unsere Hunde ausgetauscht und irgendwann konnte ich auch wieder lachen.

Wozu jetzt auch noch Zetern und Lamentieren? Die alte Heizung hatte längst ihren Zenit überschritten, der Vermieter ist informiert und spätestens am Montag liegt das Angebot für die Schadenbehebung vor.

Gut, dass ich jetzt kein Warmwasser habe und regelmäßig das Restgetröpfel aus dem Rohr auffangen und abgießen muss ist lästig und entfacht keine brennende Begeisterung in mir,  ist aber notwendig.

Das Maß der Aufregung dieses Tages war dafür offensichtlich erreicht und eines wurde wieder einmal klar: Jede Minute, die wir uns ärgern oder mit Belanglosigkeiten verbringen ist verloren. Unwiderruflich dahin.

Sollten wir da nicht mehr die guten Zeiten schätzen? Bis zum nächsten (Meeres)Urlaub ist es ja noch ein Weilchen hin, aber dafür können wir uns an all den anderen wunderbaren Schönheiten, die uns jeden Tag begegnen erfreuen und dankbar für sie sein. Auch ganz weit ab von der See.

Die Heizung sollte dann auch wieder laufen, obwohl ich ja hoffe, dass sie erst recht spät im Jahr wieder angedreht werden muss!

Liebst Du das Leben?
Dann verschwende keine Zeit!
Denn das ist der Stoff, aus dem das Leben gemacht ist.

Benjamin Franklin

 

 

Das traurigste Liebeslied

Als bekennender Queen-Fan halte ich Love of my life für das traurigste aller Liebeslieder.

Warum?

Abgesehen vom Text ist die Stimme von Freddy Mercury derart eindringlich und gefühlsbetont, dass Mann und Frau einfach mitleiden müssen. Und das Gitarrenspiel von Brian May ist mitreißend genial. Klickt auf den Link und macht Euch selbst ein Bild…

Love of my life
you’ve hurt me
You’ve broken my heart
and now you leave me

Love of my life
can’t you see?
Bring it back
bring it back
don’t take it away from me
because you don’t know
what it means to me…

Love of my life
don’t leave me
You’ve taken my love
and now desert me
Love of my life
can’t you see?
Bring it back
bring it back
don’t take it away from me

because you don’t know
what it means to me…

You will remember
when this is blown over
and everything’s all
by the way
When I grow older
I will be there
at your side
to remind you
how I still love you
I still love you…
hurry back, hurry back
Please bring it back home to me, because you don’t know
what it means to me
Love of my life
love of my life

Und, was meint Ihr?

Das schönste Liebeslied

Es gibt ja unzählige Möglichkeiten, seine Liebe zu gestehen. Eine der schönsten Liebeserklärungen hat meiner Meinung nach Reinhard May definiert:

Wie vor Jahr und Tag, liebe ich dich doch
Vielleicht weiser nur und bewusster noch
Und noch immerfort ist ein Tag ohne dich
Ein verlor’ner Tag, verlor’ne Zeit für mich
Wie vor Jahr und Tag ist noch immerfort
Das Glück und dein Name dasselbe Wort
Allein, was sich geändert haben mag:
Ich lieb‘ dich noch mehr als vor Jahr und Tag

Mit wie viel Hoffnungen hat alles angefangen
Wie viel Erwartung auf dem Weg, der vor uns lag
Wir sind seitdem manch‘ Stück darauf gegangen
Und doch ist er für mich neu wie vor Jahr und Tag
Ich zähl‘ die Jahre, die seitdem verstrichen
Schon lange nicht mehr an den Fingern einer Hand
Und doch ist nichts von deinem Bild verblichen
Vermiss‘ ich nichts, was ich liebenswert daran fand

Ich habe tausendmal versucht, dich zu erlernen
So, wie man aus einem Buch lernen kann, ich Tor
Und sah mit jeder Lektion sich mein Ziel entfernen
Und heute weiß ich weniger noch als zuvor
Ich habe tausendmal versucht, vorauszusehen
Wie du wohl handeln würdest, aber jedesmal
Wenn ich schon glaubte, alles an dir zu verstehen
Erschien es mir, als säh‘ ich dich zum ersten Mal

Lachen und Weinen sind in jener Zeit verklungen
Die in Siebenmeilen-Stiefeln an uns vorübereilt
Und von den besten all meiner Erinnerungen
Hab‘ ich die schönsten, meine Freundin, wohl mit dir geteilt
Nein, keine Stunde gibt’s, die ich bereute
Und mir bleibt nur als Trost dafür, dass keine wiederkehrt:
Viel mehr als gestern liebe ich dich heute
Doch weniger, als ich dich morgen lieben werd‘

Wenn Du das auch nach Jahren noch zu Deiner oder Deinem Liebsten aufrichtig und von Herzen sagen kannst, dann ist es wahre Liebe!

Oder welches Liebeslied ist Dir das Schönste?

Pflicht und Kür

  • Ich müsste unbedingt mal den Kleiderschrank ausmisten!
  • Ich sollte den Keller aufräumen!
  • Ich wollte noch den Schuppen ausmisten und streichen, damit die Gartenmöbel dort überwintern können!
  • Und den Papierkram könnte ich noch ablegen, damit ich am Jahresende nicht wieder so einen Stress mit den Steuerunterlagen habe!

Na, was lösen diese Sätze bei Dir aus? Freude? Wohlbefinden? Motivation?
Wohl kaum.

Noch dazu ist die Liste so voll, dass Du gar keine Motivation verspürst anzufangen, weil Du schon bei ihrem Anblick denkst: „Das schaff ich gar nicht alles auf einmal!“

Musst Du auch nicht! Viele der Punkte warten schon so lange auf ihre Erledigung, dass sie da auch noch ein wenig länger dort verweilen können. Und anstatt Dich von all den „müsste“, „sollte“ und „wollte“ weiter herunterziehen zu lassen, könntest Du einfach kreativ agieren.

Erstelle Deine ganz persönliche „Belohn-Dich-Liste“ oder wie immer Du sie nennen magst: Mit einem schönen Briefbogen und Deinem Lieblingsstift entsteht nämlich eine Aufzählung von Aufgaben, die Du mit Freude angehen wirst, weil ein schönes Versprechen, auf Dich wartet:

  1. Erst den Kleiderschrank ausmisten
    und dann eine Stunde lesen
  2. Erst den Keller aufräumen
    und dann den nächsten Urlaub planen
  3. Erst das Unkraut zupfen
    und dann ein langes Bad mit Kerzenschein und schöner Musik genießen

Fühlt sich das nicht viel besser an? Dann los… und viel Spaß beim Abhaken, denn

Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant.

George Catlett Marshall

Dich selbst zu „überlisten“ ist durchaus in Ordnung, denn der Weg ist bekanntlich das Ziel. Welchen Du wählst ist allein Deine Entscheidung.

 

Unbezahlbar

„Für Ehrfurcht vor dem Leben können wir uns nichts kaufen.
Alles, was gut und unbezahlbar ist, bekommen wir als Geschenk.

Else Pannek

In der Tat sind es die kostenlosen Dinge und Eindrücke, die uns glücklich machen und die ein so intensives Gefühl in uns auslösen, sodass wir davon zehren:

Liebe
Einfühlungsvermögen
ein Lächeln
der Duft von frisch gebackenem Kuchen
Träume
eine Umarmung
Freundschaft
Achtung
Vertrauen
endlich Regen nach einem heißen Sommertag
Ruhe
Ausgeglichenheit
in alten Fotoalben blättern
Zeit
Tanzen
Aufmerksamkeit
Respekt
Zuhören

Welche Stichworte fallen Dir noch ein? Und welche davon verschenkst Du am liebsten? Oder welche davon erlebst Du ganz intensiv?

 

Sommernachtstraum

Liebst Du auch diese Sommerabende, die Dir das Gefühl geben, dass sie nie enden werden?

Du bist unterwegs auf einem Spaziergang, sitzt an einem See oder am Meer oder zu Hause im Garten, auf der Terrasse. Die Zeit scheint stehen zu bleiben und alles fühlt sich richtig an.

Du genießt den Feierabend und das Glas Wein und die selbst gebastelten Laternen schicken Dir kleine Lichtstrahlen durch das Blätterwerk, während die Schwalben noch emsig umher fliegen. Hier und da mischt sich eine Fledermaus unter und die Luft schmeckt nach Fülle.

Vielleicht genießt Du den Abend aber auch mit Freunden am Lagerfeuer oder mit Deinen Liebsten bei einem kleinen Picknick. Aber auch alleine erfreust Du Dich an diesem Himmel, der sich ganz langsam dunkel färbt und mehr und mehr Sterne über Dir ausbreitet.

Du fühlst Dich geborgen. Nichts ist zuviel, es mangelt an nichts.

So einfach ist Glücklichsein.