Macht Ordnung glücklich?

Diese Frage wird wohl ewig die Geister scheiden.

„Unbedingt!“ sagen die einen, bei denen „alles seinen Platz“ hat und die Unordnung gar nicht erst entstehen lassen.

„Niemals“ äußern dagegen die anderen, die ein kreatives Chaos zum Leben und Arbeiten brauchen, wie die Luft zum Atmen.

Nun, in der Schule hatte ich in Ordnung nie eine 1, weil ich mich weigerte, die Buntstifte den vorgegebenen Farben entsprechend in diese Metallbox einzuordnen. Unsinnig, dachte ich schon damals. Es reicht doch, wenn sie alle wieder sauber angespitzt in das Kästchen kommen.

Und doch, wenn ich heute meine Ausmistaktionen bei Büchern, Klamotten oder sonstigem hinter mich gebracht habe, fühle ich mich glücklich.

Warum? Weil ich Übersicht gewinne, mich von unnötigem Ballast trenneund eben genau dieses Gefühl habe: etwas in Ordnung gebracht zu haben.

Genießt Du nicht auch genau dieses Gefühl, daß alles in Ordnung ist?

Wenn Du zum Beispiel nach einem Streit ein klärendes Gespräch geführt hast.
Nach der Party, die bis in den frühen Morgen dauerte, endlich aufgeräumt, gespült und alles weggeräumt hast?
Du Deine Versicherungspolice auf Anhieb findest, weil Du die Haftpflicht in Anspruch nehmen und nicht erst stundenlang suchen musst?

Ordnung ist nun einmal eine persönliche Einstellung, ein Gefühl, das uns behagt – oder eben auch nicht. Nur leben können muss man mit demselben! Weil ein jeder das Wohlfühlen, die sich einstellende Zufriedenheit und damit auch das Glücksempfinden für sein Umfeld oder seine Beziehungen selbst verantwortet.

“Äußere Ordnung ist oft nur der verzweifelte Versuch,
mit 
einer großen inneren Unordnung fertig zu werden.

Albert Camus

Denn da solltest Du anfangen: Zu Schauen, wie es in Dir aussieht. Ob Du mit Dir selbst zufrieden, ausgeglichen und glücklich bist? Oder Du Dich ratlos und immer auf dem Sprung fühlst?

Es heißt nicht umsonst, wie Innen so Außen.

Wenn Du anfängst, Dein Inneres zu ordnen, Deine Achtsamkeit zu schulen, Deine Einstellungen zu überprüfen oder auch Deine Zerrissenheit zu klären, wird es Dir auch leichter fallen im nächsten Schritt all das regeln, was Dich mit dem Außen verbindet: Deine Verpflichtungen, Aufgaben, Beziehungen.

Und das Ordnung machen und halten klappt in Deinem Zuhause dann eventuell auch viel leichter.

Was möchtest Du heute in Ordnung bringen?

2 Gedanken zu “Macht Ordnung glücklich?

  1. Mary T.

    Ich bin eigentlich ziemlich chaotisch. Aber ich merke immer wieder, dass mich Ordnung zufriedener und glücklicher macht. Die Ordnung im Außen hilft mir mein Inneres zu ordnen.
    Es bringt Klarheit, Ruhe und Platz für neue Ideen und Impulse. Ich hätte früher nicht gedacht, wie befreiend es ist, mal richtig auszusortieren und alles in Ordnung zu bringen. Wenn ich mal eine Phase habe, in der ich merke, dass ich aus der Bahn gekommen bin und wieder Klarheit benötige, miste ich aus und schaffe Ordnung in meinem Zuhause. Saubere und freie Flächen fühlen sich richtig gut an. Und ich habe festgestellt, dass je stressiger mein Alltag ist und je mehr Gedanken und Gefühle chaotisch durcheinander wirbeln, desto chaotischer ist auch meine Umgebung. Manchmal hilft es einfach seinen Schreibtisch mal richtig aufzuräumen, sauber zu machen und frischen Wind einkehren zu lassen.
    Sehr inspiriernd fand ich das Buch „Feng shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston. Sehr empfehlenswert!

    Ganz liebe Grüße,
    Mary

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