Augen auf

Hast Du heute Morgen beim Aufwachen die ersten Sonnenstrahlen wahrgenommen?
Hat Dich im Bad ein gute-Laune-Gesicht mit strahlenden Augen begrüßt?
Haben Dir die Aromen des ersten Kaffees oder Tees eine Gaumenfreude beschert?

Hast Du eines dieser drei Geschenke bewusst wahrgenommen?

Wie viele schöne Augenblicke wurden Dir allein vom Wach werden bis zur Ankunft auf Deiner Arbeitsstelle präsentiert? Sind sie Dir überhaupt aufgefallen?

Nicht allein die großen Begebenheiten, wie der lange Sommerurlaub oder die neue Couch sollten ein Glücksgefühl in Dir auslösen.

Vielmehr sind es die „Kleinigkeiten“, die Dir unzählige bemerkenswerte Momente darbieten. Diese gilt es täglich achtsam wahrzunehmen und zu genießen.

Deshalb: Sei aufmerksam, damit Dir keine dieser Freuden entgeht.

Wie viele Freuden werden zertreten,
weil die Menschen meist nur in die Höhe gucken und
was zu ihren Füßen liegt, nicht achten.“

Katharina Elisabeth Goethe

Fühl mal

Wie geht es Dir?

Nein, ich frage nicht, weil es die Höflichkeit gebietet, auch nicht um der Rhetorik willen, sondern damit Du Dich einmal ganz offen mit dieser Frage beschäftigst.

„Wie geht es mir??“

Also, fühle mal in Dich hinein. Was empfindest Du da so ganz tief drinnen? Dort, wo Du niemanden hinblicken lässt? Wo Du auch ganz gerne mal weg siehst…

Ist wirklich alles in Ordnung? Oder bist Du eine Meisterin der Komödie? Ein kreativer und fantastischer Schauspieler?

Wenn Du Dich nicht rundum gut fühlst, Dich selbst magst und mit Dir im Reinen bist, dann kümmere Dich mehr um Dich. Räume auf, dort in Deinem Innern.

Welche Zweifel, Sorgen oder sonstige Belastungen kannst Du spüren? Lass sie zu, nimm sie an, erst dann können sie sich lösen. Auch Deine Seele braucht ihr individuelles Tuning.

Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung,
warum nicht auch sein Herz?

Chinesisches Sprichwort

Nimm Dir jeden Tag Zeit für Dein Wohlbefinden, Deine Seele. Wirres Haar hat noch keinem geschadet, ein verwirrtes Herz dagegen schon!

Gönne Dir ausreichend Ruhe, lass Dich von der Muse küssen und öffne Dein Herz für das was Dir so richtig gut tut.

Geschafft!

Kennst Du das?

All die kleinen oder auch größeren Sachen, die Du schon so lange vor Dir her schiebst. Die Dinge, die Du erledigen müsstest, aber nicht wirklich Lust dazu hast und die Dir in all der Zeit permanent ein schlechtes Gewissen machen.

Ah, ich sehe, Du weißt wovon ich spreche…

Sicher kannst Du Dir bildhaft vorstellen, wie es sein wird, wenn Du sie denn angepackt hast. Wie es dann aussieht, wie stolz Du bist.

Ach, wäre das ein zufriedenstellendes Gefühl!

Eines kann ich Dir versichern: Es wäre nicht nur, es ist! Denn ich habe es dieses Wochenende getan. Endlich!

  • Das Kämmerchen komplett ausgeräumt und das Gerümpel direkt zum Wertstoffhof gefahren. Jetzt kann man sich darin wieder bewegen und die Sachen, die untergebracht werden müssen, haben auch wieder ihren Platz!
  • Die Frühjahrsblüher aus den Töpfen im Garten eingegraben und das Unkraut entfernt (…naja, zumindest das Schlimmste).
  • Das Bad und die Fenster geputzt

Ein tolles Gefühl! Dabei habe ich weniger Zeit dafür gebraucht, als ich dachte und die einzelnen Aufgaben bin ich ganz entspannt angegangen. Zwischendurch habe ich das ein oder andere Kaffeepäuschen eingelegt und mich nach der Arbeit mit einem Lesestündchen oder einem Eisbecher belohnt.

Den Druck, den ich mir vorher selbst gemacht habe, hat mich mehr Nerven gekostet, als die Umsetzung an sich. Was sagt uns das?

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert,
geht noch immer geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt.

Gotthold Ephraim Lessing

Vielleicht hast Du ja auch noch die ein oder andere Baustelle, die Du ständig vertagst. Fang einfach an. Kleine Schritte. Stück um Stück. Eins nach dem Anderen. So kommst Du nämlich auch ans Ziel!

Vielleicht täglich zehn Minuten? Wenn der Wecker dann klingelt, bist Du vielleicht schon so sehr dabei, dass Du noch ein halbes Stündchen dranhängst?

Und wenn Du doch einmal den Eindruck hast, es geht nicht so richtig weiter, betrachte das, was Du schon erreicht hast, denn kleine Etappen sind weitaus besser als Gewaltmärsche, bei denen Dir irgendwann die Puste ausgeht.

Du schaffst das!

Neustart

Neustart. Neubeginn. Neu anfangen.

Schöne Worte, aufregende Aussichten. Dich erwartet Gutes. Loslösen vom Alten, von dem was nicht mehr passt. Du spürst Lebendigkeit und Abenteuerlust. Neugier mischt sich mit Besorgnis. Was mag kommen? Wird es so, wie Du es Dir vorstellst?

Jetzt ist Dein Mut gefragt beim Projekt „Ausgang ungewiss“. Ist es der richtige Weg? Bist Du wirklich bereit? Oder ist es nur eine Laune? Spätestens wenn die Unzufriedenheit dessen, was ist alle Heiterkeit in den Schatten stellt, wirst Du handeln.

Aber kannst Du wirklich komplett von vorne beginnen? Ganz bei Null anfangen? Ist es nicht immer nur ein Teil, den Du in Deinem Leben umkrempelst und den Du mit Liebe und Freude neu gestaltest?

Weshalb willst Du dann der Angst vor dem Ungewissen mehr Raum geben, als der Vorfreude auf das, was Du erreichen, verbessern willst? Für all das, was Du für Dich ins Reine bringen möchtest?

Natürlich weißt Du jetzt, was Du hast, auch wenn es unschön ist. Aber deshalb verharren? Welches sind die Vorteile, wenn Du dort bleibst, wo Du jetzt bist? Denn auch die gibt es. Schreib sie Dir auf.  Und dann entscheide.

Neuanfang
Das Unüberschaubare, der eine riesige Schritt.
Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.
Hier ist die Komfortzone.
Da ist die Tür.

Verfasser unbekannt

Lesen ist L(i)eben

“Lesen ist nicht nur Geschriebenes mit den Augen anzusehen
oder Worte, die nebeneinander stehen zu betrachten,
sondern Geschriebenes geistig wahrzunehmen, in sein Denken einzufügen, Worte zur Phantasie werden zu lassen.
Lesen ist zuzulassen, dem geschriebenen Wort Leben zu geben
.

Josef Anton Duffner

Vielleicht findest Du ja ein Zitat, welches besser zu meiner heutigen Buchempfehlung passt. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass diese beiden nicht nur zueinander passen, sondern gar füreinander geschaffen sind.

Gleich beim Lesen der ersten Geschichten ist mir der Text von Duffner in den Sinn gekommen, denn mit

Mach Dein Leben bunt 

hat Kerstin Werner nicht nur ein wahrhaft emotionales Bild einfühlsamer Erlebnisse gemalt, sondern auch jedem einzelnen Pinselstrich eine farbige Botschaft mitgegeben. Und diese leuchten in den unterschiedlichsten Nuancen der Farbwelt: mal ernst, mal fröhlich, manchmal entwaffnend real, aber immer berührend echt und tiefgehend.

Wenn Du Dich auf Gefühle ein- und diese beim Lesen auch zulassen möchtest, wird Dich dieses liebevolle Werk bezaubern, inspirieren, bewegen.

Welche Farbtöne wirst Du Deinem Leben nach diesem Buch hinzufügen wollen?

Mach weiter

“Nur jene, die riskieren zu weit zu gehen,
können herausfinden, wie weit man tatsächlich gehen kann.

T.S. Eliot

Du kannst nicht malen. Das Talent für Sprachen geht Dir völlig ab. Tanzen gehört zu Deinen Herzenswünschen, aber bei der Verteilung des Rhythmusgefühls hast Du vergessen „Hier!“ zu rufen.

Ist das wirklich so? Hast Du es denn schon einmal ernsthaft probiert? Oder hast Du gleich aufgegeben, weil Dein Bild keinem Matisse gleichkam, die erste Stunde im Sprachkurs Dich mehr verwirrt als motiviert hat oder Du Deinem Tanzpartner auf die Füße getreten bist?

Verfolge die Dinge, nach denen Dir der Sinn steht und die Dir ein echtes Bedürfnis sind, auch wenn Du darin (noch) kein Meister bist. Bekanntlich ist noch keiner vom Himmel gefallen und was hast Du zu verlieren?

Wenn Dir etwas am Herzen liegt, dann lass Dich darauf ein. Wenn es sich gut anfühlt, ist es richtig. Experimentiere und vertraue Deinem Gefühl. Denn jegliches Gelingen bedingt das Handeln und in vielen Fällen auch das regelmäßige Üben.

Gib nicht gleich auf, denn die Grenzen, die Du Dir selbst setzt, sind meist die, die Dich wirklich einschränken. Nicht die Umstände und schon gar nicht die Anderen.

Folge Deinem eigenen Weg, erst recht, wenn er von der Norm abweicht. Verspürst du die Lust etwas zu tun, auch wenn ‚man‘ das normalerweise nicht macht? Wenn Jede/r immer nur tun würde, was Alle machen, wäre alsbald Stillstand das Ergebnis.

Glaube an Dich und trau Deiner Einzigartigkeit. Wer soll es tun, wenn nicht Du? Und wie weit zu weit ist kannst Du nur herausfinden, wenn Du Deine selbst gesetzten Schranken immer mal wieder auslotest und auch einmal durchbrichst?

Nur Mut!

Glück – selbstgemacht

Du musst nicht erst in die Welt hinausziehen, um Dein Glück zu machen. Du kannst es jederzeit herstellen, ja sogar jetzt und hier abrufen!

Denn es ist bereits in Dir und schon mit ganz wenig Aufwand kannst Du es täglich hervorlocken.

Lass einfach Deiner Kreativität freien lauf und nutze die unzähligen Gelegenheiten, die nur darauf warten umgesetzt zu werden. Ergreife die Chancen, die sich auch für kleinste Glücksmomente bieten. Ein jeder ist kostbar!

“Viele Menschen versäumen das kleine Glück,
während sie auf das große vergebens warten
.“

Pearl S. Buck

Schon mit kleinen Gesten wirst Du nicht nur Dir selbst, sondern auch Anderen viel Freude machen. Beispiele gefällig?

  • Kaufe einem Obdachlosen etwas zu Essen
  • Stelle für Deine älteren Nachbarn die Mülltonne raus
  • Lass an der Kasse im Supermarkt jemanden vor
  • Zahle einem anderen Fahrgast das Busticket, einfach so
  • Nimm zum Spaziergang eine Tüte mit und sammle unterwegs den Abfall im Wald auf
  • Entschuldige Dich bei Jemandem, der nicht (mehr) damit rechnet

Wie Du siehst sind es schon Kleinigkeiten, die Glücksgefühle auslösen.
Welche fallen Dir noch ein?

Erholt

„Ist der siebte Tag der Woche bei Dir auch dem bewussten Ausruhen, Entspannen und Faulenzen gewidmet?

Du schläfst aus, genießt ein langes Frühstück, lässt Dich treiben ohne auf die Uhr zu schauen. Herrlich!

Ich habe mir heute einen solchen Tag gegönnt: Entspannte Gassirunden mit den beiden Fellnasen, einen langen Lesenachmittag in der Sonne, ein leckeres Abendessen. Vor allem aber: Nichts machen müssen.

„Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

Cicero

Ganz bewusst entspannen. Genuss ohne Reue. Sein statt Tun.

Die Energie, die Du dann sammelst ist viel intensiver, weil Du achtsam mit Dir und Deinen Bedürfnissen umgehst. Auch die zur Verfügung stehende Zeit fühlt sich „mehr“ an.

Also, ab und an einen Gang runter zu schalten lässt Dich nicht nur Kraft tanken, sondern bringt Dich auch Dir selbst näher.

Übrigens habe ich ganz nebenbei sogar eine Maschine Wäsche laufen lassen und mein Bett frisch bezogen. Und letzteres ist auf jeden Fall noch eine zusätzliche Belohnung, auf die ich mich heute Abend freuen darf…

Es ist

Alles ist. So, wie es ist. Genau richtig.

Nicht gut, nicht schlecht. Allein wie Du damit umgehst, ob und wie Du darauf reagierst, macht den Unterschied. Nur das entscheidet, ob Du Dich wohlfühlst mit dem was ist.

Und damit Du Dich gut fühlst, entscheide immer aus der Liebe heraus. Denn Deine Entscheidungen obliegen entweder der Angst oder der Liebe. Immer.

Wenn Du Bedenken hast, nicht zu genügen, nicht genug zu bekommen oder etwas zu verlieren, handelst Du aus der Angst heraus. Aber Du genügst – und zwar immer. Vor Verlust kannst Du Dich nicht schützen und das Leben an sich schenkt Dir jeden Tag Fülle. Nimm sie dankbar an.

Dann triff Deine Wahl mit dem Herzen und damit in Liebe, denn Du weißt selbst am Besten, was das Richtige ist. Für Dich.

“Es ist Unsinn
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
.
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst.
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Erich Fried

Entspannt ins Wochenende

Das Wochenende steht vor der Tür!

Und Du hast Dir so viel vorgenommen: Ausschlafen, Freunde treffen, den nächsten Urlaub planen, den Garten umgestalten. Wie schön!

Aber auch das, was unter der Woche liegen geblieben ist und nicht gerade einladend winkt: Waschen, Putzen, Einkaufen. Naja.

Alles gewollt oder notwendig, keine Frage. Dennoch, packe Deine Freizeit nicht zu voll und achte darauf, dass Du auch Kraft spendende Aktionen angehst, nicht nur solche, die Dir selbige rauben.

Lass das Ein oder Andere bewusst liegen und gönne Dir -mit gutem Gewissen- immer wieder kleine Auszeiten, denn

“Auch die Pause gehört zur Musik.

Dieses wunderbare Zitat von Stefan Zweig führe ich mir immer dann vor Augen, wenn ich das Gefühl habe, wieder einmal viel zu viel vor und viel zu wenig Zeit dafür zu haben (oder mir zu nehmen). Du weißt schon: Rom an einem Tag und so…

Wie wäre es also, wenn Du jetzt gleich ein paar Deiner Vorhaben ersatzlos aus dem Kalender streichst?

Danach kannst Du Dir in aller Ruhe Gedanken darüber machen, wie Du Deine Pause(n) gestaltest. Denn ausgeruht gehen Dir die Aufgaben, die übrig bleiben bestimmt viel leichter von der Hand.

Ich wette, dies wird ein sehr erholsames Wochenende 🙂 Genieße es.