Schwächen – Deine Stärke

“Schwächen.
Du hattest keine.
Ich hatte eine,
ich liebte.“

Bertolt Brecht

Ist es wirklich eine Schwäche, sich verletzlich zu zeigen, so wie Brecht es formuliert? Oder zeugt es nicht vielmehr von Unvoreingenommenheit, Sensibilität und Einfühlungsvermögen? Vor allem aber von Stärke und Freiheit?

Wie hältst Du es mit Deiner persönlichen Mängelliste? Konzentrierst Du Dich auch (zu) oft auf Deine Schwächen, wo doch Deine Stärken die wirklich beachtenswerten Züge sind? Oder pickst Du Dir bewusst Deine Schwächen heraus, um sie positiv zu besetzen?

Das geht nicht? Von wegen! Schau Dir die folgenden Beispiele an:

Ungeduld ist zum Beispiel meine ´Macke´, im Positiven sehe ich jedoch inzwischen darin Neugier, Konsequenz und Entscheidungsfreudigkeit.

Mangelnde Risikobereitschaft ist nicht feige, sondern zeichnet einen Menschen aus, der verantwortungsvoll handelt und damit Sicherheit und Vertrauen ausstrahlt.

Ein ruheloser Geist ist nicht etwas unstet, sondern enträtselt, tüftelt und entdeckt sich und seine Umwelt immer wieder neu. Was wären wir ohne Forschernaturen?

Bei vermeintlichen Schwächen einfach das Gewicht auf die zweifellos vorhandenen Gegenteile legen und schauen, was genau dabei Dich unterstützt und weiterbringt.

Und beim Lieben auch einmal auf die Nase zu fallen, ist keine Schwäche, sondern eine Erfahrung, die wir früher oder später alle einmal machen.

Viel wichtiger ist doch, dass Du überhaupt in der Lage bist zu lieben…

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