Ich kümmer mich. Um mich.

Das nennt man dann gesunden Egoismus. Oder liebevoller ausgedrückt, Selbstfürsorge.

Wenn ich nicht erst an alle anderen denke, sondern einmal ganz achtsam in mich hineinhorche und mir folgende Fragen stelle:

  • Fühle ich mich gut, so wie ich lebe? Bin ich zufrieden?
  • Was will ich eigentlich so alles machen/erleben/fühlen?
  • Was will ich nicht (mehr)?
  • Nehme ich mir ausreichend Zeit für meine Bedürfnisse, zu denen auch Pausen gehören?
  • Sind die Menschen um mich herum solche, die mir guttun?
  • Kümmere ich mich um meine Träume? Verfolge ich meine Herzensziele?
  • Genieße ich den Moment?
  • Lasse ich meine Inspiration, meine Kreativität fließen?
  • Sorge ich mich -in jedem Lebensbereich- umfassend um mich??

Gerne kannst Du die Aufzählung für Dich beliebig erweitern…

Die Fragen habe ich schnell zusammen, wobei ich davon ausgehe, dass sich da in den kommenden Tagen und Wochen noch einige anschließen werden.

Mehr Muße verlangen da schon die Antworten. Zumindest, wenn ich sie nicht nur mit Ja oder Nein beantworte, sondern wirklich hinhöre, was da gelebt werden will. Und zwar möglichst, bevor mein Körper die Reißleine zieht und mir zeigt, dass es SO wie bislang nicht weitergehen kann.

Denn da ist immer auch die Umwelt, die wünscht, verlangt und fordert. Sie macht einen Höllenlärm und schafft es mühelos, meine innere Stimme zu übertönen.

Zumindest die, die es gut mit mir meint. Statt dessen denke ich mir “Na toll, das konnte ja nix werden, war ja klar…” (beliebigen Vorwurf an Dich selbst hier bitte austauschen 😉 ) und lasse mich vom laut schreienden Miesmacher “motivieren” anstatt mein Selbstmitgefühl zuzulassen, was übrigens nichts mit Selbstmitleid zu tun hat.

Spätestens jetzt ist Selbstschutz gefragt: Ohrenschützer auf und ab in die Stille oder zumindest einen Platz, an dem ich mich wohlfühle und ungestört bin. Ganz bewusst eine kleine Auszeit nutzen. Auch zehn Minuten täglich sind ein Anfang. Damit ich den liebevollen, unterstützenden, leiseren Tönen in mir, die mir sagen was ich brauche, auch dauerhaft auf die Spur kommen kann.

Auf welchem Wege und in welchem Zeitraum ich das dann umsetzen kann und möchte ist erst der nächste Schritt. Auf jeden Fall in kleinen Dosen, so wie es mir guttut! Denn erst dann kann ich mich um Andere kümmern.

Sei wie eine Brunnenschale, die zuerst das Wasser in sich sammelt und dann überfließend es weitergibt.

Bernhard von Clairvaux (gründete übrigens 1136 die Abtei Eberbach)

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