Und ganz plötzlich wieder… Heiligabend

Winterzeit. Die Uhren sind umgestellt. Noch versuche ich, mit der verschobenen Stunde klarzukommen, die mich um Einundzwanziguhrnochwas ins Bett gehen und auch direkt einschlafen lässt.

Aber es ist auch irgendwie definitiv der Countdown hin zu Weihnachten.

Ich spreche jetzt nicht von den Supermärkten, in denen uns Marzipankartoffeln und hübsch abgepackte Mandelstollen schon seit Ende September anzulocken versuchen.

Es ist wieder früh dunkel. Wenn ich es schaffe, pünktlich von der Arbeit zu kommen, kann ich die frühe Abendrunde mit Balou noch im Halbdunkel schaffen. Ein echter Erfolg. Gehen wir doch seit Wochen schon morgens im Dunklen Gassi.

Ich setze mich zwar auch jetzt noch abends, eingemummelt in eine dicke Jacke, mit meinem Wein nach draußen, aber ohne ein kleines Feuerchen ist es doch nicht lange gemütlich.

Dafür stehen Laternen und Kerzen nun wieder hoch im Kurs und die Couch freut sich auf heimelige Kissen und wärmende Decken; ich übrigens mit ihr.

Die luftig-leichte Sommerdeko weicht den Rot-, Orange- und Brauntönen und lässt uns spätestens jetzt auch die Heizung wieder anwerfen.

Samstag- oder Sonntagnachmittage verbringen wir lesend und Kaffee, Tee oder Kakao schlürfend in unserem Lieblingssessel und unser home wird wahrlich zu unserem castle.

Wir basteln und backen und Ende des Monats naht der 1. Advent und kurz darauf auch das erste Türchen am Adventskalender. Der Nikolaus hat sicher schon jetzt alle Hände voll zu tun und das Christkind gönnt sich derzeit sicher auch keine Wellness-Woche im Drei-Sterne-Hotel.

Die festlichste Zeit im Jahr kommt pünktlich, anders als Rosenmontag oder Ostern, exakt alle 12 Monate um die gleiche Zeit!

Warum müssen sich dann Menschen am 24. Dezember noch in die Stadt begeben, um Geschenke zu kaufen? Kann mir das bitte mal irgendwer erklären? Das ist doch Stress pur, oder?

Ich finde es auch toll, den Vormittag des Weihnachtstages im Städtchen zu verbringen, dann aber um zu bummeln, irgendwo Kaffee zu trinken oder etwas zu schmausen und einfach dem Treiben auf den (hoffentlich verschneiten) Straßen zuzusehen. Es hat so etwas Verwunschenes. Und auch Entspannendes!

Wohl wissend, dass alle Geschenke besorgt und eingepackt sind und nur noch verteilt werden müssen, sofern sie nicht per gelbem und unromantischem Transporter -statt mit Rudolph und Schlitten- auf dem Weg zu meinen Liebsten sind.

Irgendwann habe ich nämlich auch bei diesem Thema angefangen, gelassener zu werden.

Indem ich das ganze Jahr über, also die komplette Zeit von Januar bis Dezember, genutzt habe, Schönes zu sammeln und zu kaufen, wenn ich etwas gesehen habe, was mich an Jemanden erinnert und von dem ich weiß, dass es ihr oder ihm gefallen wird.

Sehr praktisch. Denn Geburtstagseinladungen, Wohnungseinweihungen oder ähnliche Anlässe können noch so kurzfristig kommen, meine “Geschenkeecke” im Schrank bietet jederzeit eine ansprechende Auswahl. Nicht nur zu Weihnachten.

Aber gerade da wollen wir doch eigentlich keinen Stress, sondern die stille Nacht fröhlich und festlich begehen. Ob mit leckerem Essen, schräg gesungenen Liedern unterm Baum oder dem Kirchgang um Mitternacht.

Die nächsten Wochen kann man also noch ganz entspannt Ideen sammeln und notfalls auch schon am 23.12. zum Shoppen losgehen. Weihnachtspapier und Schleifchen dann aber nicht vergessen  😉

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