Wenn ich einmal reich wär…

Wer kennt ihn nicht, den Gassenhauer des Milchmann Tevje aus dem Musical Anatevka? Er träumt davon, einmal ein Vermögen zu haben und wie er dieses anzulegen gedenkt.

Und obwohl Tevje`s Lebensumstände alles andere als friedlich und komfortabel sind, lässt er sich seine Lebensfreude nicht nehmen und trägt auch die bittersten Rückschläge noch mit Humor.

Wann immer er nachdenklich und vor zu treffenden Entscheidungen hin- und hergerissen ist, weil er das Richtige tun möchte, bleibt er doch jederzeit eines: Glücklich.

Denn dieser Mann weiß zu schätzen, was er hat und ist zudem voller Hoffnung und Zuversicht. Und das Träumen hat er sich auch bewahrt!

Und wir?

Wie oft hadern wir mit unserem Alltag und jammern: “Ach, ich würde ja, …wenn das Wetter besser wäre / …wenn ich mehr Zeit hätte / …wenn die Kinder schon groß wären / …wenn ich damals anders entschieden hätte / …wenn mein Partner, meine Nachbarn, mein Chef…“

Dabei vergessen wir oft, für was wir alles dankbar sein können und sehnen uns immer noch mehr Dinge herbei, die nicht oder zumindest im Moment nicht möglich sind.

Oder wir träumen und vergessen, dass wir diese nur realisieren können, wenn wir endlich aufwachen und Verantwortung übernehmen.

So verpassen wir vielleicht allzu oft auch die Chance, unsere Träume eventuell doch noch umzusetzen.

Denn Chancen muss man sehen UND auch ergreifen. Offen sein für das, was sich bietet und auch etwas dafür tun: Uns aus unserer kuscheligen Komfortzone bewegen, vielleicht auch im Regen rausgehen, getroffene Entscheidungen revidieren und jetzt eben einen neuen -und ungewohnten! – Weg einschlagen.

Mutig sein, uns selbst vertrauen und Altbekanntes hinter uns lassen. Dem Glück begeistert entgegenlaufen und nicht starr darauf warten, dass es uns findet.

Was tun wir stattdessen? Wir nutzen Argumente (oder Ausreden?) um genau diese vertrauten Pfade nicht verlassen zu müssen.

Dabei haben wir in unserer Gesellschaft, unserer Kultur und unserer Zeit -ganz im Gegensatz zu unserem Milchmann- heutzutage fast alle Möglichkeiten. Noch dazu jede Menge Alternativen etwas um- oder durchzusetzen.

Warum ergreifen wir nicht einfach die Gelegenheit, wenn sie sich uns bietet und ändern bzw. verbessern das, was uns unzufrieden macht?

Oder wir danken einfach für das, was ist und nutzen unsere Träume dazu, unsere Phantasie anzuregen und auszuleben?

Die Entscheidung liegt einzig und allein bei uns.

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière

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