Mein Bauch sagt Ja!

Oft. Meistens. Manchmal sagt er auch Nein. Ich höre ihn ganz genau!

Aber warum höre ich dann oft trotzdem nicht richtig hin?

Weil der Verstand dazwischenkommt und mir mit seinen gesammelten Erfahrungen, ähnlich gemachten Erlebnissen und dem Abwägen der Alternativen scheinbar gute Argumente liefert, etwas zu tun – oder eben nicht.

Logik gegen Gefühl.

Sachlichkeit gegen Emotion.

Kopf gegen Bauch.

Das Ende vom Lied: Es siegt die Vernunft. Klar, sie hat ja auch alle Fakten auf ihrer Seite und versteht es, mit genau diesen eine rückhaltlos eindeutige Schlussfolgerung zu zimmern. 1:0 gegen die Intuition.

Trotzdem geht das Ganze schief und die Bauchlandung, die ich hinlege, hat sich gewaschen. Reingefallen!

Dabei hätte ich es wissen müssen. Dieses erste Gefühl, dass mich beschlich, als ich über eine Entscheidung nachgedacht habe… Es hat sich so klar, so passend und wahr angefühlt.

Zumindest bis zu dem Moment, in dem ich dann angefangen habe, Vor- und Nachteile aufzuzählen und  zu verglichen, gekrönt von dem Versuch, Risiken zu bewerten. Wieso??

Im Nachhinein weiß man es immer besser. Aber zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung?

Wieso können wir nicht einfach auf dieses erste feine und doch so eindeutige Zeichen hören und uns dort hineinfallen lassen?

Weshalb muss alles bewertet, gedreht, gewendet und gemessen werden, bis wir glauben die absolute Sicherheit und die Garantie für’s Gelingen zu haben?

Eine Garantie, von der wir doch längst wissen, dass es sie nicht gibt.

Und doch haben wir uns im Laufe der Zeit angewöhnt, mehr nach der vermeintlichen Objektivität zu urteilen, als auf all das zu hören und achten, was unser Körper uns mitteilt.

Aber fahren wir damit besser? Vielleicht ist es an der Zeit wieder mehr vom Denken zum Fühlen zu kommen?

Wie? In dem wir uns im auf-den-Bauch-hören üben und ihm öfter den Vortritt lassen. Nicht nur bei den großen Entscheidungen…

Dann können wir auch wieder öfter sagen:

“Die Vernunft kann einem schon leid tun, sie verliert fast immer.

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