Wert-voll

Welches sind Deine persönlichen Werte? Hast Du Dir diese Frage schon einmal selbst beantwortet? Ich habe eine Liste erstellt und bin auf 15 Wertvorstellungen gekommen, die mir in meinem Leben wichtig sind. Mal eben so. Fünfzehn!

Das ist viel, sehr viel! Und wenn ich länger darüber nachdenken würde, kämen sicher noch ein paar dazu. Bei der erneuten Durchsicht fällt mir auf, dass ich spontan auch auf keine dieser Ideale verzichten möchte.

STOP!

Denn genau hier greift wieder die große Erwartungshaltung an mich – und Andere. Auch wenn Respekt, Aufrichtigkeit und Toleranz erstrebenswert sind, ich kann sie nicht von meinen Mitmenschen erwarten. Alles, was ich tun kann ist, meine Werte zu leben.

Denn ob moralische, politische, religöse oder materielle Wertvorstellungen, diese wünschenswerten Eigenschaften sind nichts anderes als Ideale. Man könnte auch Wunschdenken sagen. Wäre es nicht toll, wenn sich jeder so verhalten würde, wie ich es mir vorstelle? Damit es sich für mich gut anfühlt? Damit ich mich wohlfühle?

Wohl kaum.

Unsere Erziehung und die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens machen, beeinflussen, wir wir uns im Alltag verhalten. Was uns wichtig oder vernachlässigbar erscheint. Was mir persönlich wichtig und wert-voll ist.

Auch wenn viele Werte einer Gesellschaft erst den Rahmen geben: einer älteren Person im Bus den Platz anzubieten oder dem Nachfolgenden die Tür aufzuhalten gebietet die Höflichkeit. Für mich sind das letzten Endes selbstverständliche Umgangsformen – erwarten kann ich sie von meinen Mitmenschen durchweg aber nicht.

Wie also kann ich dieses Perfektionsstreben reduzieren? Ich möchte doch gerade keinem Ideal nachlaufen.

Indem ich meine Wertvorstellungen lebe, mich für mein Verhalten und Tun daran orientiere, was mir am Herzen liegt und dabei akzeptiere, dass eben jeder Mensch seine eigenen Werte definiert.

Vielleicht nicht immer ganz einfach, aber machbar. Übung macht ja bekanntlich den Meister (-:

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.

Perikles

 

P.S.

Meine Werte habe ich mir übrigens nochmals in Ruhe angesehen. Mehrmals. Bei jedem einzelnen gefragt, was er mir bedeutet und mich dann im Loslassen geübt. Oder Prioritäten gesetzt, was sich für Dich nun besser anhört.

Jetzt sind es noch ganze Fünf, auf die ich unter keinen Umständen verzichten möchte. Und das fühlt sich für mich richtig gut an, weil es mich nicht überfordert: es ist einfach machbar! Und genau das, das macht mich glücklich.

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